Apothekerhaus

Der Immobilien-Streit der Brandenburger Apotheker

Berlin - 04.07.2016, 16:00 Uhr

Der Haussegen hängt schief. In Brandenburg wollen Apothekerkammer und Apothekerverband nicht mehr unter einem Dach arbeiten. (Foto: DAZ.online)

Der Haussegen hängt schief. In Brandenburg wollen Apothekerkammer und Apothekerverband nicht mehr unter einem Dach arbeiten. (Foto: DAZ.online)


Die Brandenburger Landesapothekerkammer streitet derzeit nicht nur mit der ABDA. Auch im eigenen Land knirscht es seit geraumer Zeit mit dem Verband. Das liegt insbesondere an den unterschiedlichen Vorstellungen zum gemeinsamen Apothekerhaus in Potsdam. Nun will der Verband ausziehen.

Das Apothekerhaus Brandenburg in Potsdam Bergholz-Rehbrücke liegt ruhig und im Grünen. Abgesehen vom Sanacorp-Großhandelslager gleich nebenan dominieren Wohnhäuser mit Gärten in der unmittelbaren Nachbarschaft. Seit 1996 arbeiten hier Landesapothekerkammer und Landesapothekerverband Brandenburg unter einem Dach. Inhaber der Immobilie ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), an der die Kammer zu 60 Prozent, der Verband zu 40 Prozent beteiligt sind.

Doch schon vor einigen Jahren wurde deutlich: Es wird zu eng. Man überlegte, das Nachbargrundstück zu kaufen – doch das ging so einfach nicht. Die Gemeinde bot lediglich einen Erbbaupachtvertrag für 99 Jahre. Da wollte der Verband nicht mitmachen. Aus seiner Sicht gab es bei dieser Variante zu viele Unsicherheiten – auch nachdem die Gemeinde erklärte, dass ein späterer Kauf des Grundstückes nach Abschluss des Pachtvertrags durchaus möglich ist.

Die Kammer pachtete das Grundstück trotzdem – auch ohne Beteiligung des Verbandes. Dennoch plante man gemeinsam weiter. Nachdem behördlicherseits unklar blieb, wie das Nachbargrundstück genutzt werden kann, gab es wieder Unstimmigkeiten zwischen  Verband und Kammer. 2014 war die Stimmung zwischen Kammer und Verband reichlich angespannt. Bei der Kammerversammlung im November schien man sich wieder näherzukommen – doch die Bemühungen um einen Neustart und eine gemeinsame Lösung blieben erfolglos. Bis heute ist das gepachtete Grundstück unbebaut und ungenutzt.



Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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