WWF und Apotheker kooperieren

Mit Känguru und Panda gegen Plastikmüll

Berlin - 30.06.2016, 10:30 Uhr

„Nein Danke, ich brauche keine Tüte” - das möchten auch Apotheker von ihren Kunden hören. Mit einer WWF-Spende sollen sie zusätzlich für den Verzicht gewonnen werden. (Bild:  LAV | WWF | Grafik: DAZ/jh)

„Nein Danke, ich brauche keine Tüte” - das möchten auch Apotheker von ihren Kunden hören. Mit einer WWF-Spende sollen sie zusätzlich für den Verzicht gewonnen werden. (Bild:  LAV | WWF | Grafik: DAZ/jh)


In Baden-Württemberg haben sich der Landesapothekerverband und die Umweltschutzorganisation WWF zusammengetan. Gemeinsam wollen sie Verbraucher animieren, auf Plastiktüten zu verzichten. Für jeden Einkauf ohne Tüte spenden teilnehmende Apotheken einen Cent an den WWF.

Ab 1. Juli wird es freiwillig ernst

Ab dem 1. Juli wird es in den meisten Geschäften Plastiktüten nur noch gegen eine Schutzgebühr geben. Der Einzelhandelsverband HDE und das Bundesumweltministerium haben eine Vereinbarung geschlossen, mit der der Verbrauch von Kunststofftragetaschen spürbar reduziert werden soll. Der Handel verpflichtet sich freiwillig, für Plastiktüten über 50 Mikrometer Wandstärke ein „angemessenes Entgelt“ zu erheben. Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, die zum Ziel hat, den Plastiktütenverbrauch um mehr als die Hälfte zu reduzieren.

Die ABDA hat diese Vereinbarung zwar nicht unterzeichnet – aus satzungsrechtlichen Gründen, wie es heißt – doch Apotheken deutschlandweit stehen hinter der Aktion. Der Deutsche Apothekerverband hat seine 17 Landesapothekerverbände und alle 20.000 Apotheken dazu aufgerufen, ihren eigenen Beitrag zu diesem gesellschaftlichen Großprojekt zu leisten. Und tatsächlich sind viele Landesverbände aktiv geworden und unterstützen die Apotheken. So läuft seit Ende März die Känguru-Kampagne des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg (LAV). Unter dem Motto „Wir packen´s ohne Plastik“ wird mit einem Känguru, das sein Junges im Beutel trägt, für den Verzicht geworben. Eine Reihe weiterer Apothekerverbände hat sich der Aktion bereits angeschlossen.  



Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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2 Kommentare

PS:

von Karl Friedrich Müller am 30.06.2016 um 15:17 Uhr

vor ein paar Jahren hatten wir so eine Aktion in Deutschland schon ein Mal.
Sie wurde eingestellt. Ich meine mich zu erinnern, dass einer der Gründe war, dass in den Müllverbrennungsanlagen die Energieträger fehlten....

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fragwürdig und sinnlos

von Karl Friedrich Müller am 30.06.2016 um 14:49 Uhr

"Die Abgabe von Einwegtüten verschwendet unnötig Energie und Ressourcen. "
Papiertüten nicht?
Baumwolltaschen nicht?
Papier und Baumwolle verursachen gigantische Umweltschäden durch Chemikalien und Wasserverbrauch. Versalzene Böden.
Plastik im Meer? Woher? aus Deutschland? oder doch aus Ländern, die keine geregelte Müllabfuhr haben? Schiffe?
Die moderne Konsumgesellschaft wird kaum auf "Tüten" verzichten (können),
daher ist diese ganze Aktion fragwürdig und sinnlos. Ein Paradebeispiel, bei dem alle einer wenig plausiblen und hinterfragten Idee nachlaufen. Dabei sein ist alles. Hirn einschalten nicht.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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