NRW-Ministerin Barbara Steffens

AMTS gehört in Apotheker-Hände

Berlin - 27.06.2016, 17:30 Uhr

Ministerin Barbara Steffens (re.) besuchte Gabriele Regina Overwiening in der Apotheke und ließ sich von Steffen Schmidt , einem Pharmazeuten im Praktikum, zeigen, was Apotheker alles leisten. (Foto: AKWL)

Ministerin Barbara Steffens (re.) besuchte Gabriele Regina Overwiening in der Apotheke und ließ sich von Steffen Schmidt , einem Pharmazeuten im Praktikum, zeigen, was Apotheker alles leisten. (Foto: AKWL)


Barbara Steffens, Gesundheitsministerin in NRW, schätzt die Arbeit der Apotheker und hat stets ein offenes Ohr für ihre Sorgen. Nun hat die Grünen-Politikerin die Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Gabriele Regina Overwiening, in der Apotheke besucht. 

Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, hat am 24. Juni die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Nordrhein-Westfalen, Barbara Steffens, in ihre Apotheke in Reken eingeladen. Wie es in einer Mitteilung der Kammer heißt, wollte Overwiening der Ministerin einen Blick hinter die Kulissen der öffentlichen Apotheke gewähren – und zugleich über drängende berufspolitische Probleme der Apothekerschaft diskutieren.

Steffen Schmidt ein Pharmazeut im Praktikum (PhiP) zeigte Steffens, dass Pharmazie vor Ort häufig da beginnt, wo die Industrie aufhört. So stellte er zur Anschauung Vitamin-C-Kapseln her. Sie sollten stellvertretend für die vielen Individualrezepturen stehen, die in deutschen Apotheken jeden Tag hergestellt werden, und die „bislang nicht ausreichend honoriert werden“, so die Kammerpräsidentin.

Was AMTS leisten kann

Zudem wandten die Gastgeber den Blick auf die Möglichkeiten der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS). Overwieinigs Mitarbeiter Schmidt durchläuft während seiner Zeit als PhiP das Programm Apo-AMTS der Kammer und führt dafür mehrere Medikationsanalysen durch. Einen solchen AMTS-Fall mit all seiner Komplexität stellte er der Ministerin vor. Er sollte demonstrieren wie anspruchsvoll AMTS ist und was sie leisten kann: die Lebensqualität von Patienten verbessern und den Kassen zugleich Geld sparen.  

Bei Steffens fiel dies auf fruchtbaren Boden. Schon seit Jahren betont die grüne Ministerin, wie wichtig die Beratung der Apotheker ist – und wünscht sich mehr davon. Sie hatte auch nie verstanden, warum Apotheker beim bundeseinheitlichen Medikationsplan nur eine Nebenrolle spielen sollen. Die Ministerin hatte daher sicherlich keine Schwierigkeiten mit Overwiening einer Meinung zu sein, wo Arzneimitteltherapiesicherheit angesiedelt sein sollte: „AMTS gehört in die Hände von Apothekerinnen und Apothekern“, so Steffens. Aber auch eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Apotheker spiele eine wichtige Rolle.


AKWL / DAZ.online
redaktion@daz.online


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