Apothekenkooperation

Avie schüttet kräftig aus

Merzig - 22.04.2016, 16:01 Uhr

Apotheken, die Avie-Mitglied sind, bekämen ein Vielfaches von dem ausgeschüttet, was sie als Kooperationsgebühren bezahlen müssten. (Foto: Avie)

Apotheken, die Avie-Mitglied sind, bekämen ein Vielfaches von dem ausgeschüttet, was sie als Kooperationsgebühren bezahlen müssten. (Foto: Avie)


Viele Apothekenkooperationen beteiligen ihre Mitglieder durch Ausschüttungen am wirtschaftlichen Erfolg. Avie wird dieses Jahr im Schnitt fast 15.000 Euro an jede Partner-Apotheke auszahlen, vor allem als Beteiligung an Werbekostenzuschüssen.

WKZ - Werbekostenzuschüsse - so werden die Zahlungen von Herstellern an Händler genannt, die eine besonders prominente Platzierung oder besondere Werbemaßnahmen für bestimmte Produkte finanzieren sollen. Wie andere Apothekenkooperation auch, gibt Avie diese WKZ an die Mitgliedsapotheken weiter. Dabei wird beispielsweise honoriert, wie die Apotheke die von der Kooperation zentral vorbereiteten Werbemittel wie Flyer konkret eingesetzt hat. Rund 7200 Euro bekommen die Avie-Apotheken im Schnitt an WKZ ausgeschüttet, der „Spitzenverdiener“ sogar 25.600 Euro.

Zu den WKZ kommen weitere Ausschüttungen, beispielsweise aus Vereinbarungen mit dem Großhandel. Durchschnittlich weitere 7700 Euro schüttet Avie für diese so genannten unterjährigen Vorteile aus, der Spitzenwert lag hier bei 27.300 Euro. Insgesamt schüttet Avie pro Apotheke also durchschnittlich fast 15.000 Euro aus. Insgesamt bekämen die Mitgliedsapotheken ein Vielfaches von dem ausgeschüttet, was sie als Kooperationsgebühren bezahlen müssten, so Avie in der Mitteilung – und auch deutlich mehr als andere Kooperationen im Durchschnitt bezahlten. Die mit rund 1100 Mitgliedern größte Apotheken-Dachmarke Linda hatte beispielsweise Anfang Februar bekanntgegeben, einen durchschnittlichen Jahresbonus um die 2500 Euro ausschütten zu wollen.

Die zur Kohl Medical gehörende Avie hat Anfang April die 200. Mitgliedsapotheke gefeiert. Zu der im saarländischen Merzig ansässigen Kohl Medical AG gehört auch Kohlpharma, nach eigenen Angaben Marktführer bei den Arzneimittel-Importeuren in Europa.


wes / DAZ.online
redaktion@daz.online


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