Nach Änderung der AMVV

Droncit ab 1. März 2018 verschreibungspflichtig

Stuttgart - 29.03.2016, 17:00 Uhr

Ab März 2018 gibt es Praziquantel auch für Hund und Katze nur noch auf Rezept. (Foto: grafikplusfoto / Fotolia)

Ab März 2018 gibt es Praziquantel auch für Hund und Katze nur noch auf Rezept. (Foto: grafikplusfoto / Fotolia)


Droncit (Praziquantel) ist derzeit für die Anwendung bei Hunden und Katzen apothekenpflichtig. Die zugrunde liegende Ausnahme in der Arzneimittelverschreibungsverordnung wurde jetzt gestrichen. Es gilt eine Übergangsfrist bis 1. März 2018. Danach ist Praziquantel ausnahmslos verschreibungspflichtig.

Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht hatte 2014 empfohlen, die Ausnahmen für Praziquantel bei Hunden und Katzen sowie bei bestimmten Zierfischen zu streichen und das Anthelminthikum wieder generell der der Verschreibungspflicht zu unterstellen.

Durch die vierzehnte Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) werden alle Präparate mit dem Wirkstoff Praziquantel ab dem 1. März 2018  in die Verschreibungspflicht überführt. Diese Änderung war im Bundesgesetzblatt vom 23. Februar 2016 veröffentlicht worden.

Droncit noch zwei Jahre ohne Rezept erhältlich

Es gilt also eine zweijährige Übergangsfrist. Wie der Hersteller Bayer mitteilt, bleibt das Fertigarzneimittel Droncit® zur Bekämpfung von Bandwürmern bei Hunden und Katzen während dieses Zeitraums noch in der Apotheke verfügbar. Es darf dort bis einschließlich 28. Februar 2018 weiter rezeptfrei verkauft werden. Droncit® ist in Form von Tabletten mit 50 mg Praziquantel zur Anwendung bei Hunden und Katzen sowie als Lösung zum Auftragen auf die Haut von Katzen in der Apotheke rezeptfrei erhältlich. Es wird eingesetzt zur Behandlung von Bandwurminfektionen.

Alle anderen Präparate mit Praziquantel sind ohnehin bereits verschreibungspflichtig. Neben zahlreichen Tierarzneimitteln sind darunter auch Präparate zur Anwendung bei Menschen.

Bayer weist auch darauf hin, dass die Wirksamkeit von Praziquantel in Droncit® durch die Überführung in die Verschreibungspflicht nicht infrage gestellt wird. Ebenso gäbe es keinerlei Bedenken hinsichtlich Anwendersicherheit, sowie der Sicherheit und Unbedenklichkeit des Wirkstoffes zur Anwendung bei Hunden und Katzen.


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