JAPAN

Bayer erhält Zulassungen für Xofigo und Kovaltry

Leverkusen - 29.03.2016, 11:00 Uhr


Gleich zwei Zulassungen für Bayer-Arzneimittel in Japan: Die dortige Arzneimittelbehörde erteilte die Vermarktungserlaubnis für ein Arzneimittel zur Behandlung von Prostatakrebs und eines zur Therapie der Bluterkrankheit Hämophilie A. 

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat in Japan mehrere Zulassungen erhalten. Die Leverkusener können nun das Krebsmedikament Xofigo vermarkten, wie Bayer am Dienstag mitteilte. Die Zulassung bezieht sich auf die Behandlung von Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakrebs und Knochenmetastasen. Xofigo ist bereits in mehr als 40 Ländern zugelassen. Prostatakrebs ist weltweit bei Männern die zweithäufigste Krebsart.

Darüber hinaus hat Bayer von den japanischen Behörden auch eine Zulassung für den Blutgerinnungsfaktor VIII Kovaltry zur Behandlung der Bluterkrankheit Hämophilie A erhalten. Kovaltry ist in Kanada, der EU und in den USA zugelassen. Der Konzern bemüht sich um die Genehmigung in weiteren Märkten.

Radiumchlorid (Radium-223-dichlorid)

Radium-223 ist ein Alphastrahler. Das Handelspräparat Xofigo® ist somit ein Radiopharmakon. Das Radium-Isotop 223 ähnelt in seinen Eigenschaften Calcium und ist daher in der Lage sich in Knochen, insbesondere in den Bereich von Knochenmetastasen einzulagern. Dort bildet es Komplexe mit dem Knochenmineral Hydroxylapatit. Der Alpha-Strahler verursacht im umgebenden Tumorgewebe DAN-Doppelstrangbrüche. Darauf beruht seine zytotoxische Wirkung. Die Reichweite der Alphateilchen von Radium-223 beträgt weniger als 100 Mikrometer (weniger als 10 Zelldurchmesser), so wird die Schädigung des umgebenden gesunden Gewebes minimiert.
Radium-223-dichlorid ist indiziert zur Behandlung von Erwachsenen mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom, symptomatischen Knochenmetastasen ohne bekannte viszerale Metastasen.
Handelsname: Xofigo®


dpa / DAZ.online
redaktion@daz.online


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