Spectaculum Pharmaceuticum

Berauschendes Kunstspektakel

29.03.2016, 10:00 Uhr


Wie auf einer Bühne hat Apotheker Karl-Heinz Knobloch Naturstoffe, teils nach Vorbildern aus der Kunst, in Szene gesetzt - möglichst effektvoll, versteht sich. So werden sie das, was das lateinische Wort Spectaculum bedeutet: Ein Augenschmaus. Sehen Sie eine kleine Auswahl.  

Apotheker Karl-Heinz Knobloch aus Karlsruhe fotografiert bereits „seit immer", wie er selbst sagt. Irgendwann entstand die Idee, die Arbeiten in die Öffentlichkeit zu bringen - als Kalender. Für 2016 heißt das Projekt „Spectaculum Pharmaceuticum“. Knobloch zeigt darin Arzneidrogen aus einer alten Lehrsammlung der Firma Merck und kristalline Rückstände aus eingetrockneten dermatologischen Rezepturen unter dem Polarisationsmikroskop. Für die Arrangements hat er sich von bekannten Gemälden aus verschiedensten Epochen inspirieren lassen. In früheren Jahresarbeiten ging es um „Interferenzen“ und - ganz ohne direkten Bezug zur Apotheke - Bilder aus der Bretagne, Titel „Die Steinzeit“.

Die Kalender (Auflage: 100 Stück) hat Knobloch stets an Freunde und Kunden verschenkt, zum Teil aber auch verkauft. Den Erlös spendete er an einen Kindergarten.

Er selbst schreibt über „Spectaculum Pharmaceuticum“:


Als Drogen werden in der Apotheke Materialien von Pflanzen oder Tieren bezeichnet. Zusammen mit Mineralien waren sie bis vor etwa 100 Jahren die einzigen verfügbaren Arzneimittel. Die meisten haben heute keine Bedeutung mehr, z.B. Walrat, das als Salbengrundlage diente. Spanische Fliegen, das Viagra des Barock, und Brechnusssamen mit dem starken Gift Strychnin spielen in der Homöopathie als Cantharis und Nux vomica noch eine Rolle.


Übrigens, wenn Sie nun grübeln, an welches Kunstwerk Sie das ein oder andere Motiv erinnert, Ideengeber sind unter anderem folgende Künstler: Juan Sanchez Cotán (17. Jhd.), Mark Rothko, Meret Oppenheim, Andy Warhol und Piet Mondrian. 

Einige wenige Kalender können bei Knobloch noch angefragt werden. Wem ein Bild besonders zusagt, kann auch einen einzelnen Druck erhalten. Anfragen an: Karl-Heinz Knobloch, Mail: k-h-knobloch@versanet.de.


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