Merck

Drei Gesundheits-Startups gewinnen Innovations-Wettbewerb

Darmstadt - 21.03.2016, 07:25 Uhr

Drei Gründerteams, drei innovative Ideen. (Foto: Unternehmen)

Drei Gründerteams, drei innovative Ideen. (Foto: Unternehmen)


Die zweite Runde von Mercks Accelerator-Programm für junge Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich ist entschieden: Drei Firmen mit innovativen Ideen aus den Bereichen Pestizide, Notaufnahme und Malaria ziehen in das Innovationszentrum von Merck in Darmstadt ein. 

Mit einer lernfähigen App zur Reduzierung des Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft hat das Team Peat aus Hannover als einer von drei Gewinnern die Accelerator-Jury von Merck überzeugt. Dabei machen Landwirte Fotos von geschädigten Pflanzen. Eine Software gleicht die Bilder mit einer Datenbank mit Fotos erkrankter Pflanzen ab und erlernt dabei durch künstliche Intelligenz deren Merkmale. Auf diese Weise kann die Technologie umgehend diagnostizieren, ob Pflanzen erkrankt sind.

Um die Wartezeiten in der Notaufnahme zu verkürzen hat das Team von Check-Er aus Israel ebenfalls eine App entwickelt. Die fragt bereits vor dem Besuch des Patienten dessen Symptome ab und teilt ihm dann mit, wie lange die voraussichtliche Wartezeit ist. Bei einem Testlauf in Israel nehmen 15 Krankenhäuser teil.

Lichtstrahl erkennt Veränderungen

Ein Team aus Uganda hat als weiterer Gewinner eine Technologie entwickelt, mit der via Smartphone Malaria diagnostiziert werden kann. Anstatt Blut abzunehmen verwenden die Gründer einen Sensor, den sie gemeinsam mit der App entwickelt haben. Dieser wird am Finger befestigt und kann durch einen Lichtstrahl Veränderungen der roten Blutkörperchen erkennen. Bei einer Infektion mit Malaria absorbieren die Blutkörperchen das Licht stärker.

Die drei Teams haben an der mittlerweile zweiten Runde des Accelerator-Programms teilgenommen. Dieses richtet sich nach Angaben von Merck an junge Unternehmen aus den Bereichen Healthcare, Life Science, Performance Materials und der IT-Branche. Das Programm erstreckt sich über drei Monate, in denen mindestens drei ausgewählte Start-ups beraten werden und eine finanzielle Unterstützung von jeweils 25.000 Euro erhalten. Zudem ziehen die jungen Gründer in das Innovationszentrum von Merck in Darmstadt ein. Anteile an den Firmen erwirbt der Konzern nicht.

Kürzlich teilte Merck mit, dass das Accelerator Programm künftig auch in Nairobi, Kenia, etabliert werden soll. Ziel sei der Austausch von Erfahrungen und Expertise.


Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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