Damien Hirst‘s Pharmacy 2

Speisen zwischen Arzneien

Stutgart - 25.02.2016, 15:45 Uhr

Am 23. Februar eröffnete Damien Hirst's Restaurant  „Pharmacy 2" in London (Foto. Screenshot www.bloomberg.com)

Am 23. Februar eröffnete Damien Hirst's Restaurant „Pharmacy 2" in London (Foto. Screenshot www.bloomberg.com)


Auch wenn Name und die Einrichtung es vielleicht vermuten lassen, Verschreibungspflichtiges bekommt man in der Londoner Newport Street Gallery südlich der Themse nicht, sondern Speis und Trank. „Pharmacy 2" ist das neue Restaurant des britischen Künstlers Damien Hirst.

Die Arzneischränke könnten einen auf den ersten Blick glauben lassen, man sei in einer stylischen Apotheke. Dazu Barhocker in Tablettenform, über der Bar findet sich der Schriftzug „Presciptions“. Der britische Künstler Damien Hirst hat in London ein Themen-Restaurant eröffnet. „Pharmacy 2“ lautet der Name.

 „Halb Restaurant, halb Apotheke“ beschreiben britische Medien die Optik. Dabei soll, so heißt es weiter, allerdings nur die Dekoration rezeptpflichtig anmuten, das Essen aber so „zugänglich wie Aspirin“ sein. Internationale Küche mit afrikanischem Einschlag steht auf der Karte – „nicht experimentell und unaufgeregt“.


Ärger um den Namen

Die Arzneischränke an den Wänden sind Teil einer Installation des britischen Künstlers, der „Pharmacy". Sie wurde erstmalig im Jahr 1992 in der New Yorker Cohen Gallery ausgestellt und befindet sich heute im Besitz der Tate-Gallery in London. Dabei handelt es sich um Regale mit Glasfronten, wie sie beispielsweise in Krankenhäusern stehen. Sie sind gefüllt mit Medikamenten-Packungen, Standgefäßen Fachliteratur und anderen Dingen.

„Pharmacy 2“ ist bereits Damien Hirsts zweiter Versuch eines Restaurants im Apothekenstil. 1998 eröffnete er die „Pharmacy" im Londoner Stadtteil Notting Hill. Das Lokal wurde vor allem wegen eines Streits mit der Royal Pharmaceutical Society bekannt. Diese erzwang das Hirst den Namen ändern musste. Die Bezeichnung „Pharmacy“ im Zusammenhang mit einem Einzelhandelsunternehmen sei laut  „Medicines Act" von 1968 allein von der Royal Pharmaceutical Society registrierten Betrieben vorbehalten, lautete die Begründung.

In der Folge wurde die Location in „Army Chap", und später in  „Achy Ramp“ umbenannt, also Anagramme des Wortes „Pharmacy“. Der Royal Pharmaceutical Society reichten diese Änderungen zwar nicht, das Verfahren wurde aber trotzdem eingestellt. 2003 schloss das Restaurant dann.


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