Patientenbeauftragter Laumann

Gesetz soll Windel-Qualität verbessern

Berlin - 19.02.2016, 17:00 Uhr

Die Qualität der Windeln soll gesteigert werden. (Foto: Laboko / Fotolia)

Die Qualität der Windeln soll gesteigert werden. (Foto: Laboko / Fotolia)


Die Qualität von Kassen-Windeln ist seit langem in der Kritik – Patienten leiden darunter, dass Ausschreibungen sich oft nur am Preis orientieren. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung will gesetzliche Sanktionen einführen, wenn Mindeststandards nicht erfüllt werden. 

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), will Krankenkassen per Gesetz verpflichten, betroffene Patienten mit einer besseren Qualität von Windeln zu versorgen. „Seit geraumer Zeit äußert eine Vielzahl von Versicherten Beschwerden, wonach die Versorgung mit Hilfsmitteln wie Inkontinenzmitteln qualitativ nicht ausreichend ist“, heißt es in einem Positionspapier Laumanns, über das der „Spiegel“ am Freitag vorab berichtete.

Die Probleme treten auf, weil viele Kassen bei ihren Ausschreibungen den Zuschlag für die Produkte vorrangig nach dem niedrigsten Preis vergeben, wie Laumann schon seit längerem kritisiert

Nicht windelweich

Laumann wolle nun festschreiben, dass Qualität stärker gewichtet werden müsse. Zudem sollten Patienten zwischen verschiedenen aufschlagsfreien Hilfsmitteln wählen können. Dafür brauche es eine „gesetzliche Klarstellung“. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen müsse künftig mit Sanktionen rechnen, wenn er das Verzeichnis bezahlter Hilfsmittel nicht regelmäßig dem aktuellen Stand der Technik anpasse.


dpa / DAZ.online
redaktion@daz.online


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