Kossendeys Gegengewicht

Krank? Das sind doch nur die anderen...

Stuttgart - 10.02.2016, 20:00 Uhr

(Foto: BillionPhotos.com)

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Ann-Katrin Kossendey-Koch hat sich gewehrt: Doch es war kein kleiner Infekt, sie fiel ein paar Tage komplett aus. Als Chefin einer Apotheke. Geht eigentlich gar nicht – doch kein Wunder bei der Selbstausbeutung, die für viele Apotheker normal ist. Ändern wird sich daran wohl nichts, schreibt sie. Weil die „kleinen Buden“ für die ABDA nun mal unsexy sind.

Es fing mit leichtem Husten an. 

 Meine Kollegen auf der von mir besuchten abendlichen Kooperationssitzung sagten noch: „Werde jetzt bloß nicht krank!“ Krank? Ich? Ich bin Unternehmerin und Mutter - da wird Frau nicht krank. Auch als am darauf folgenden Tag die Stimme merklich nachließ, war ich nicht beunruhigt. Ich war eher genervt, da ich abends über 50 Gäste geladen hatte zu meinem zehnjährigen Jubiläum der Selbstständigkeit (angesichts der standespolitischen Horrormeldungen der letzten Jahre vielleicht das einzige Jubiläum, das ich als Apothekerin feiern kann). Ich krächzte mich also durch die Veranstaltung und lächelte mit Engelsgeduld beim immer wiederkehrenden Spruch „Geh doch mal in eine anständige Apotheke“.  

Kranke Apothekerin ist wie ein Friseur mit Glatze, eine Kosmetikerin mit Pickeln, ein Tierarzt mit Katzenhaarallergie - das geht einfach nicht. Doch seien wir mal ehrlich, auch beim Elektriker geht mal das Licht aus. 

Selbstausbeutung in der Apotheker-Bude

Stur bestand ich auch am nächsten Vormittag noch darauf, lediglich einen kleinen Infekt zu haben und kämpfte mich weiter durch den Apothekenalltag. Bis zum frühen Nachmittag, denn da haute es mich einfach um. Ich habe dann zwei Tage mehr oder weniger durchgeschlafen. Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte Mal krank im Bett gelegen habe, ich glaube es war während meiner Schulzeit. Unglücklicherweise erkrankten dann in diesem Zeitraum auch noch meine Zwillinge an einem Magen-Darm-Infekt. Natürlich hintereinander, alles andere wäre zu einfach gewesen.  

Eine kranke Chefin ist schon ein No-Go, eine kranke Mutter ein Desaster. Zum Glück habe ich eine fantastische Familie, die sofort eingesprungen ist. Mein Vater hat die Apotheke übernommen, mein Mann Haushalt und Tiere gemanagt. Meine Mutter hat gekocht und alle betüdelt. Es wäre mir sonst definitiv nicht möglich gewesen, mich an einem Donnerstagnachmittag ins Bett zu legen, egal wie krank ich war! Denn auch wenn das Team wie in meinem Fall sofort einspringt und Überstunden macht, ein Apotheker muss her. 

Auf meine Frage, warum es mich bloß derart doll erwischt hat, bekam ich immer die gleiche Antwort. Es war auch niemand verwundert. „Bei dem, was Du alles gleichzeitig stemmst, holt sich der Körper irgendwann, was er braucht!“ In der Zeit, die ich wach im Bett lag, wurde mir schlagartig klar, dass es pure Selbstausbeutung ist, was wir kleinen Budenbesitzer mit unserer Selbstständigkeit betreiben.

(Foto: privat)

Wieder fit: Ann-Katrin Kossendey-Koch.

Personalmangel, das ist in Berlin, Hannover, München und Frankfurt kein Thema, aber auf dem Land  kann das existenzbedrohend sein. Die Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter Nordrhein ging auf ihrer Jahreshauptversammlung  der Frage nach, wie man gutes Personal in die Apotheke locken könne. Sabbatical, flexible Arbeitszeiten und Arbeitszeitkonten fielen als Stichworte, aber eine Lösung hatte der als Experte befragte Rechtsanwalt leider auch nicht.  

Bei mir hier oben im Nordwesten Deutschlands bin ich recht gut vernetzt und weiß um die Personalsorgen vieler meiner Kollegen. Auf Anzeigen bekommt man so gut wie keine Resonanz, der Stellenmarkt der Apothekerkammer Niedersachsen wird da eher noch von potentiellen Bewerbern frequentiert.  Eine liebe Kollegin von mir schaltete Heiligabend eine Anzeige in der überregionalen Tagespresse. Ihr war es nach eigenen Angaben total egal, was die Anzeige kostete, sie war frustriert von der Aussicht, im neuen Jahr keine Approbierte zu haben, die sie auch im Urlaub vertreten würde und wollte sich damit selbst beschenken.

Ihr Angebot klang so verlockend, dass ich kurz überlegte, meine Apotheke zu schließen und bei ihr anzufangen. Übertarifliche Bezahlung, flexible Arbeitszeiten, flexible Urlaubsplanung, ein moderner ansprechender Arbeitsplatz, regelmäßige Fortbildungsmöglichkeiten und Hilfe bei Umzug und Wohnungssuche - was will man mehr? Und trotzdem meldete sich niemand. 

Flexiblen Arbeitszeitkonto vs Öffnungszeiten einer Apotheke

Es geht also gar nicht um die Suche nach gutem Personal, es geht darum überhaupt irgendwen mit Approbationsurkunde zu finden, der bereit ist, uns Apothekenleiter zu vertreten. Die Hilflosigkeit mancher Apothekenleiter wird  darin deutlich, dass viele Zugeständnisse gemacht werden, nur um sich selbst etwas von der so wichtigen Luft zum Atmen zu verschaffen. Ich kenne Apothekenleiter, die gezwungenermaßen 60-70 Wochenstunden plus Nacht- und Notdienste durcharbeiten - ein Alptraum für jeden Gewerkschaftler, für viele von uns aber Normalität. 

Natürlich betrifft der Personalmangel nur einen Teil der Apotheken, nämlich die, wie Friedemann Schmidt sie taufte,  „kleinen Buden“.  Bei einem Team von fünf Mitarbeitern wird es mit dem flexiblen Arbeitszeitkonto schwierig, denn die Apotheke hat vorgegebene Öffnungszeiten, die abgedeckt werden müssen.  Dennoch wird den Mitarbeitern viel geboten, im Endeffekt auf Kosten des Inhabers, nur um die so dringend benötigte Vertretung zu bekommen.

Die ABDA  nimmt sich diesem Problem nicht an,  denn der Häuptling hat ja bereits vor Jahren klipp und klar gesagt, dass die Standespolitik nicht alle Apotheken vertreten könne. Und so kleine Landbuden sind halt unsexy, gell Friedemann? Nur bei allem Focus auf die großen Schlachtschiffe der Pharmazie - viele Argumente, mit denen das Apothekenwesen immer noch gegen Drogeriemärkte und das Internet verteidigt wird, sind mit allen 20.000 Apotheken aufrecht zu erhalten.

Kleinere Apotheken unterstützen!

Ob große Center-Apotheke oder kleine Land-Klitsche: Den Versorgungsauftrag der Bevölkerung erfüllen beide! Und deshalb ist es die Pflicht unserer Standespolitik gerade auch die kleineren Apotheken zu unterstützen, die mit viel persönlichem Einsatz und  Herzblut jeden Tag wieder ihren Dienst machen.

Die Selbstausbeutung zum Billiglohn muss endlich ein Ende haben. Und nur, wenn wir geschlossen als Apotheker auftreten, unabhängig von der Größe unseres Unternehmens, können wir überleben. Wie lange wollen wir Apotheker uns eigentlich  den Luxus dieser unproduktiven Führung leisten?


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19 Kommentare

Danke für die rege Diskussion...

von Ann-Katrin Kossendey-Koch am 16.02.2016 um 15:33 Uhr

...und danke für das Angebot kollegialer Hilfe!
Ich bin wieder unter den Lebenden (sorry for that, liebe ABDA), die ganze Familie ist jetzt durch.
Es stimmt, je weniger ich bereit bin zu zahlen, desto schlechter wird die Qualität. Bis auf wenige Ausnahmen, die die Selbstausbeutung stoisch in Kauf nehmen, um ihren Beruf zu leben, verirrt sich in unsere Branche nicht mehr die Elite. Zu schlecht sind die finanziellen Ausblicke in unserem Beruf! Und ja Erik, wir können auch nicht mehr zahlen- das ganze System krankt. Oder soll absichtlich in gewisse Richtungen gelenkt werden.
Ich hatte ein Seminar letzte Woche mit einigen Apothekenleitern zusammen- der Tenor war gleich: Der Personalmangel ist existenzbedrohend und die Anwesenheitspflicht geht an die Substanz!

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Keiner zu bekommen

von Frank Ebert am 15.02.2016 um 18:37 Uhr

Hilfe naht aus Syrien wie dem Artikel weiter oberhalb zu entnehmen ist.

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Gutes Personal will auch gut bezahlt werden

von Erik Modrack am 11.02.2016 um 15:14 Uhr

Liebe AKK-K
da fehlt mir aber noch ein Punkt:
Das Apothekensystem ist seit Jahren unterfinanziert. Hierdurch konnten auch die Löhne in der Apotheke nicht mit der allgemeinen Entwicklung mithalten und die Bezahlung in der Apotheke (alle Berufsgruppen) entspricht nicht den (unattraktiven) Arbeitszeiten, der Verantwortung, dem Ansehen und der Ausbildung.
Wenn ein fertiger Apotheker lieber in die Industrie geht und da ein wesentlich besseres Leben (Arbeitsbedingungen und Bezahlung)- als in der Apotheke - hat, läuft etwas schief.
Wir haben einen Arbeitsmarkt (was man durchaus auch in Frankfurt durchaus merkt), das bedeutet für einen Schulabgänger die Wahl zwischen:
- bezahlter Ausbildung, dann gute Bezahlung, 14 Monatsgehälter, Gleitzeit, keine Samstagsarbeit, Homeoffice ... oder
selbst zu zahlende PTA-Ausbildung, Samstagsarbeit, fixe, lange Arbeitszeiten, schlechtere Bezahlung ...
wundert es uns da wirklich, dass es so schwer ist Apothekenpersonal zu finden?
Wenn wir gutes Personal für die Apotheke finden möchten, muss deren Bezahlung massiv erhöht werden und daher das Honorar der Apotheken ebenfalls entsprechend erhöht werden, sonst können die Löhne leider nicht bezahlt werden.

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AW: Gehalt: Groß gegen Klein

von Wolfgang Müller am 11.02.2016 um 16:45 Uhr

Und genau DA hat AKK-K wieder wieder 100 Prozent Recht: Denn ab einer bestimmten Größe der Apotheke/n oder ab einer gewissen individuellen Finanzkraft : Zieh ich die Kolleg/innen einfach ein paar Jahre mit ungewöhnlich hohen Gehältern vom Markt - und damit den Kleinen - weg, Bis die entnervt aufgeben, und bis Angebot und Nachfrage wieder stimmen. Dann ist Payback-Time. Das IST gruslig, und genau so wird´s kommen. Steht so oder ähnlich schon in bestimmten Strategie-Papieren, keine Namen, keine Fotos. Und alle tun so, als wenn es nur um "Die Attraktivität des Arbeitsplatzes" ginge. Das wird bald KNALLHART "Groß gegen Klein", "Kooperationen gegen Einzelunternehmer/innen" zur Sache gehen, wenn bzgl. Nachwuchs-Abwehr durch Standesvertretung und Publikationen (s. u.), Fixhonorar und nicht zuletzt Rezeptur/Prüfungs-Sanierung nicht eine grundlegende Richtungskorrektur eintritt.

AW: "wenn nicht..."

von Christian Giese am 11.02.2016 um 18:02 Uhr

Liebe AKK, lieber Herr Modrack, lieber WM,
auf das "wenn nicht..." im letzten Satz von WM werden wir noch recht lange warten müssen, wenn wir nicht zur Erkenntnis kommen, dass der AKK`sche Inhalt von DAV und Politik ganz anders gesehen werden.
Wir sind die Schuldigen, wir müssen uns überlegen, wie wir unsere eigenen standespoltitischen Hindernisse überwinden.
Es geht nur mit einem "wenn, dann...".

AW: Payback Time

von Erik Modrack am 11.02.2016 um 18:14 Uhr

Jeder der auf die Payback-time wartet, sollte sich bitte die immer noch "gültige" Rösler-Tabelle ansehen. Die schließenden Apotheken und Filialen von heute, sorgen für die Honorar-Erniedrigung morgen. Es wird kein Payback geben, jedenfalls für keinen der heutigen Apotheken-Inhaber. Dieser kommt evtl. später, falls das deutsche Apothekenwesen in wenige Ketten überführt wurde.

AW: AW: Payback-Time

von Wolfgang Müller am 11.02.2016 um 19:09 Uhr

Lieber Erich Modrack, es mag auch gar kein Zufall sein, dass das mit dem "Gnadenlosen Kampf ums Personal für eine bestimmte Bereinigungs-Zeit" so in Strategie-Papieren (übrigens öffentlich zugänglich, haben wohl viele bloss nicht in seiner Tragweite erkannt) von Payback-orientierten Gruppierungen steht, die schon einmal schwer enttäuscht waren, als der Fremdbesitz dann doch nicht kam. Und die NATÜRLICH immer noch auf ihren Ketten-Moment warten!

AW: "Erich"

von Wolfgang Müller am 11.02.2016 um 19:11 Uhr

Sieht gruslig aus, sorry for that .......

AW: "Erich"

von Wolfgang Müller am 11.02.2016 um 19:12 Uhr

Sieht gruslig aus, sorry for that .......

Kollegiale Hilfe

von Dr. Christoph Klotz am 10.02.2016 um 23:16 Uhr

Liebe Ann-Kathrin, hast Du wieder schön geschreiben. Aber wie Dein Text schon zeigt, Du gehörst zu den Privilegierten. Dir hat alles sofort zur Verfügung gestanden, was Du brauchtest. Da hättest Du auch noch eine Woche länger krank sein können.
Aber es ist richtig, Deinen Fall als Aufhänger zu nutzen, um auf all die aufmerksam zu machen, die dieses Netz in dieser Form nicht haben und dann mit 40°C Fieber in der Apotheke rumhängen.
Bei den Kommentaren hätte ich eigentlich erwartet, das einer dabei ist, der sagt: Wenn Du das nächste Mal in diese Situation kommst, ich kann Dir helfen. Ich leihe Dir eine PTA oder Approbierte aus.
Nun habe ich gelesen, das die Überlassung von pharmazeutischen Personal wohl mit rechtlichen Hindernissen ausgestattet sein soll.
Also stellen wir die berufspolitische Forderung, das muss sich ändern. Arbeitnehmerüberlassung zur kollegialen Unterstützung muss unkompliziert möglich sein. Schließlich ist die Aufrechterhaltung der Versorgung das übergeordnete Ziel.
Formulierst Du dazu einen Antrag zum DAT?
Ach übrigens, ich bin zwar in MS, aber nur einen Telefonanruf oder eine Email von Dir entfernt. Frag einfach nach, ob ich Zeit für Dich habe. Ein oder zwei Wochen Vertretung lässt sich managen, wenn nicht gerade eine Kammerversammlung oder eine Ausschusssitzung ansteht. Und der Mercedes fährt überall hin.
Und bleib schön gesund, die Grippewelle rollt ja jetzt erst an.
P.S. Es dürfen sich natürlich auch andere Kolleginnen und Kollegen bei mir melden, wenn Sie einmal Hilfe bei einem personellen Engpass brauchen.

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Handlungsanweisung

von Reinhard Rodiger am 10.02.2016 um 22:12 Uhr

Das liest sich wie eine Agenda für die ABDA und gleichzeitig als Vorlage für leicht verständliche Darstellung. Das versteht jeder, auch "die Menschen draussen". Nur unsere Standesführung nicht und -fairerweise- die Mehrheit der eigentlich Betroffenen auch nicht. Also AGIERT DIE STANDESFÜHRUNG NICHT -mit dem Willen der Mehrheit.

Klarstellung der Sachlage ist also kein Tatanreiz, genausowenig wie die Achtung des eigenen Tuns. Es besteht ja auch keine Notwendigkeit, da ja die
Botschaft unverändert ist "wir schaffen das schon" -je komplizierter desto besser. Die Frage nach dem "WER" wird schon garnicht gestellt.

Deutlicher als durch fehlende Sinnvermittlung
kann sich keine Führung überflüssig machen.
Mit Führung meine ich "geistige Führung", um Missverständnisse zu vermeiden.

Wer nur 20% auf dem Schirm hat, kann eben 80%
nicht mitreissen. Ist doch folgerichtig?
Wo sind die 80%, die das Problem lösen könnten?

Werden sie nicht gerade hier mobilisiert????



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Ann-Katrin K-K

von Heiko Barz am 10.02.2016 um 21:44 Uhr

In Ihrem Kommentar oder besser gesagt Ihr Entschuldigungsschreiben für eine Wocher der kommunikativen Abwesenheit spiegelt sich unser aller tägliches Auf und Ab wider. Ich freue mich, dass Sie Ihre 10jährige Selbstständigkeit feiern konnten mit den leider beschriebenen Unwägbarkeiten. Ich kann meiner Hoffnung nur Ausdruck geben, dass weitere 10 Jahresrhytmen folgen, denn meiner Tochter geht es ähnlich.
Vielleicht aber verraten Sie uns Allen, welche Medikamente Sie zur Genesung Ihrer "Grippe" eingenommen haben, und ob Sie sich an die Empfehlungen unseres großen Mirakulix Glaeske gehalten haben.
Weiterhin gute Besserung

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Selbstausbeutung

von Dietmar Bittenbinder am 10.02.2016 um 20:43 Uhr

Mit großer Freude lese ich nicht nur die Artikel, Kommentare und das Schwarze Tagebuch von Herrn Ditzel sondern auch die witzig-treffenden Beiträge unserer jungen Kollegin, Frau Kossendey.
Auf den Punkt gebrachte Lichtblicke in düsteren Zeiten! Vielen Dank für Ihren Mut, denen da oben im Olymp den Spiegel der Realität vor Augen zu halten .

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schwarzes Tagebuch

von Christian Giese am 10.02.2016 um 18:02 Uhr

Das letzte schwarze Tagebuch vom 7.2.16 ist doch tatsächlich von der Bildfläche verschwunden.
War wohl zu "schwarz".
Kredenzt wird uns seither nur noch das Buch vom 31. 1.16.
Danke Frau Kossendey für den Text und Dank WM für den´s auf den Punkt bringenden Kommentar.

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AW: Das Tagebuch...

von Nicola Kuhrt am 10.02.2016 um 18:28 Uhr

... vom 7.2. ist nicht verschwunden. Es steht ganz normal im Ressort "Debatte & Meinung" unter dieser Kolumne von Ann-Katrin Kossendey-Koch.

Lieber Gruß, Nicola Kuhrt

AW: Tagebuch-(Trüffel)-Schwein

von Bernd Jas am 11.02.2016 um 9:46 Uhr

Man muss SCHON eine ausgepägt digitale Spürnase haben um manche Artikel wiederzufinden!
Mein Kommentar: "Sehr mühsehlig."

DAS Problem

von Wolfgang Müller am 10.02.2016 um 16:56 Uhr

Ein hervorragender Artikel, der den schlimmsten Megatrend in der Apothekerei und damit die dringendste Aufgabe der ABDA kompetent und menschlich bestens auf den Punkt bringt: Den Nachwuchsmangel, und zwar nicht nur bei Approbierten, sondern auch bei PTA. Und, ein kleiner Einspruch, mit Verlaub: Das trifft überhaupt nicht mehr nur die "Kleinen", das ist ganz einfach für UNS ALLE rundherum ganz ganz großer Mist!

Das geht auch wieder nur mit einer grundsätzlichen Umkehr zu bewältigen. Angefangen bei Uni-Angestellten/Assis wie Professoren, die ihren "Schützlingen" die Skepsis an der vermeintlich inferioren Öffentlichen Apotheke direkt mit der wissenschaftlichen Muttermilch einflößen, das Studium weiter sinnlos mit Irrelevantem überfrachten und gnadenlos immer schwerer machen/viel zu viel überflüssigen Abbruch provozieren. Bis hin zur diesbezüglich fehlgeleiteten Standespolitik der letzten Jahre und der entsprechenden "Berufs-Fach"-Presse. Die alle die gegenwertige Arbeit in irrwitziger Negativ-PR für alle jungen Leute elend herabwürdigen ("Nur Logistik", "Schachtelschubser"), zugunsten perspektivischer "Augenhöhe"-Pseudoärztlichkeit.

Heißt nicht mehr und nicht weniger: Wenn diese pseudoärztliche Perspektive nicht wahr wird, GEHT BLOSS NICHT IN DIE ÖFEENTLICHE, und erst recht nicht in eine kleinere.

Sorry, Kollege Ditzel, das fängt schon mal mit dem "Schwarzen" Tagebuch an. Das ist für mich seit Wochen das Symbol dafür, dass uns ja Ihrer Meinung nach nichts Schlimmeres passieren konnte, als vom "Schriftlichen Medikationsplan" ausgeschlossen zu werden. In Wirklichkeit: Den meisten von uns ist das total egal bis erst mal - weil grob undurchdacht - sogar willkommen, aber, wie FS mal beim DAT 2013 sagte: "Aber DIE JUNGEN wollen das doch!" Ja klar, wenn man ihnen nur lange genug einredet, dass alles Andere nichts mehr wert ist .......

Noch einmal: Ganz ganz großer Mist.

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Arbeitsbelastung

von Karl Friedrich Müller am 10.02.2016 um 15:58 Uhr

Es sind nicht "nur" 60-70 Stunden wöchentlich, sondern auch nur 1-2 Wochen Urlaub jährlich.
Dafür, dank ABDA, immer mehr Bürokratie, sinnfrei, dennoch vom QMS und Pharmazierat abverlangt. Vor allem: neuerdings auch umsonst, weil man Bezahlung ( scheint was extrem Unanständiges im Gesundheitswesen zu sein) nicht durchsetzen kann.
Der Druck soll uns Budenbesitzer mürbe machen, damit die Clans ihre Macht ausbauen können.
Danke, ABDA.

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AW: Apothekenpersonalkontrolle

von Gunnar Majert am 11.02.2016 um 8:40 Uhr

... und dann besorgt man sich eine Vertretung und dann kommt am Freitag die kammerliche Überprüfung des Apothekenpersonals... Nix verstanden die hohen Herren und Damen! Für mich war das gefühlt ein Tag Urlaub weniger....

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