Expertenbeirat berufen

Startschuss für den Innovationsfonds

Berlin - 18.01.2016, 17:15 Uhr

Viele Projekte hoffen auf Förderung druch den Innovationsfonds. (Foto: vege/Fotolia)

Viele Projekte hoffen auf Förderung druch den Innovationsfonds. (Foto: vege/Fotolia)


Der Expertenbeirat des Innovationsausschusses hat sich konstituiert. Damit sind die Weichen für den Innovationsfonds gestellt. Dieser dient dazu, bis 2019 neue Versorgungsformen und die Versorgungsforschung mit jährlich 300 Millionen Euro zu fördern.

Diesen Montag hat sich in Berlin unter Leitung von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe der Expertenbeirat des Innovationsausschusses konstituiert. Er setzt sich aus Experten unterschiedlicher Disziplinen und Berufsgruppen zusammen. Der Beirat unterstützt den beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) angesiedelten Innovationsausschuss bei der Durchführung der Förderung aus dem Innovationsfonds. Er spricht Empfehlungen aus und nimmt Begutachtungen vor. Diese Empfehlungen hat der Innovationsausschuss in seine Entscheidungen einzubeziehen. Weicht er vom Votum des Expertenbeirates ab, hat er dies schriftlich zu begründen.

Ziel des Innovationsfonds ist, die Versorgung zum Vorteil der Patienten weiterzuentwickeln. Er wurde mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz, das im Juli 2015 in Kraft getreten ist, eingerichtet. Mit ihm sollen in den Jahren 2016 bis 2019 neue Versorgungsformen und die Versorgungsforschung mit jährlich 300 Millionen Euro gefördert werden. Und zwar gezielt solche Projekte, die unmittelbar umsetzbar sind und Aussicht auf dauerhafte Aufnahme in die GKV-Versorgung haben. Denkbar sind etwa Projekte zur Arzneimitteltherapiesicherheit.

Experten aus unterschiedlichen Bereichen sollen Sektorengrenzen überwinden

Minister Gröhe erklärte, mit neuen sektorübergreifenden Versorgungsformen sollten „Brücken zwischen den verschiedenen Versorgungsbereichen“ gebaut werden. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA und Vorsitzender des Innovationsausschusses, betonte, dass die Beratungen  der Förderbekanntmachungen nun umgehend aufgenommen werden können und man „zügig zu Ergebnissen kommen“ werde.

Als Vorsitzender des Expertenbeirates gewählt wurde Professor Dr. Holger Pfaff, Direktor des Instituts für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft der Humanwissenschaftlichen und Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln. Stellvertretende Vorsitzende ist Professor Dr. Marie-Luise Dierks, Direktorin des Instituts für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Weitere vom Bundesministerium für Gesundheit berufene Mitglieder des Expertenbeirates sind (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Prof. Dr. Maria Blettner: Direktorin des Instituts für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff: Abteilung für Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin im Med. Zentrum für Methodenwissenschaften und Gesundheitsforschung an der Philipps-Universität Marburg
  • Prof. Dr. Katrin Hertrampf, MPH: Prof. für Prävention und Versorgung in der Zahnheilkunde der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Prof. Dr. Norbert Klusen: Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse
  • Prof. Dr. Sascha Köpke: Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Sektion Forschung und Lehre in der Pflege, Universität zu Lübeck
  • Dr. Michael Massaneck: Marienhaus Kliniken GmbH Waldbreitbach, Geschäftsführer verschiedener weiterer Kliniken
  • Prof. Dr. Rainer Richter: Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
  • Prof. Dr. Leonie Sundmacher: Leiterin des Fachbereichs Health Services Management an der Fakultät für Betriebswirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München

Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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