Milliarden-Deal

Pharmakonzern Shire übernimmt Konkurrenten Baxalta

Stuttgart - 11.01.2016, 16:00 Uhr

Shire ist im Übernahmekarussell sehr aktiv und hatte zuletzt für die US-Biotechnologiegesellschaft Dyax ein Angebot über knapp sechs Milliarden Dollar vorgelegt. (Screenshot: DAZ.online)

Shire ist im Übernahmekarussell sehr aktiv und hatte zuletzt für die US-Biotechnologiegesellschaft Dyax ein Angebot über knapp sechs Milliarden Dollar vorgelegt. (Screenshot: DAZ.online)


Durch den 32-Milliarden-Dollar-Deal wird Baxalta nach eigenen Angaben der Biotech-Marktführer im Bereich seltener Krankheiten. In fünf Jahren will Baxalta jährliche Gesamteinnahmen von 20 Milliarden Dollar erzielen.

Die Übernahmewelle in der Pharmaindustrie bricht nicht ab: Der britisch-irische Konzern Shire will den US-Konkurrenten Baxalta für rund 32 Milliarden US-Dollar übernehmen. Das Management beider Unternehmen habe einem Zusammenschluss zugestimmt, teilten Shire und Baxalta am Montag mit. Die Übernahme soll Mitte 2016 abgeschlossen sein. Bereits in der vergangenen Woche wurde über ein Zusammengehen spekuliert.

Der Kaufpreis enthält eine Bar- und Aktienkomponente und liege zusammengerechnet bei 45,57 Dollar je Baxalta-Aktie. Vorbörslich legte das Papier um rund sechs Prozent zu.

Medikamente gegen seltene Krankheiten

Baxalta stellt überwiegend Medikamente gegen seltene Krankheiten her, zum Beispiel die rekombinanten Gerinnungsfaktoren Adynovate® (Faktor VIII) und Vonvendi® (von Willebrand-Factor). Anfang Juli hatte der Pharmakonzern Baxter International das Geschäft unter dem Namen Baxalta vom Mutterkonzern abgespalten. Im vergangenen Sommer hatte Shire bereits mit einem 30 Milliarden US-Dollar schweren Gebot gegen den Willen von Baxalta für eine Übernahme geworben. 

In der Pharmabranche grassiert bereits seit geraumer Zeit das Übernahmefieber. So hatte etwa der Viagra-Konzern Pfizer im vergangenen Jahr 160 Milliarden US-Dollar für den Botox-Hersteller Allergan auf den Tisch gelegt. Neben dem Billiggeld der Notenbanken sorgen Sparmaßnahmen der Regierungen im Gesundheitssektor sowie der Ablauf von Patenten für zusätzlichen Fusionsdruck in der Branche.


dpa / DAZ.online
redaktion@daz.online


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