Tarifabschluss ADA/ADEXA

Gehälter steigen ab Januar

Berlin - 16.12.2015, 19:00 Uhr

Apothekenmitarbeiter können sich im neuen Jahr auf mehr Geld freuen. (Foto: Gina Sanders / Fotolia)

Apothekenmitarbeiter können sich im neuen Jahr auf mehr Geld freuen. (Foto: Gina Sanders / Fotolia)


Am 1. Januar 2016 tritt ein neuer Gehaltstarifvertrag für Apothekenmitarbeiter in Kraft. Der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken und die Apothekengewerkschaft ADEXA  einigten sich auf Gehaltserhöhungen zwischen 1,8 und 2,5 Prozent – je nach Berufsgruppe.

Der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) und die Apothekengewerkschaft ADEXA  haben am Mittwoch einen neuen Gehaltstarifvertrag abgeschlossen. Er wird am 1. Januar 2016 in Kraft treten und hat eine Laufzeit von zwölf Monaten. Der Tarifvertrag gilt für das Bundesgebiet mit Ausnahme der Kammerbezirke Nordrhein und Sachsen. Separate Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag für den Kammerbezirk Nordrhein zwischen der TGL Nordrhein und ADEXA laufen derzeit noch.

Wer in einer öffentlichen Apotheke arbeitet, erhält nach dem neuen Vertrag von ADA und ADEXA – je nach Berufsgruppe und Berufsjahresgruppe – zwischen 1,8 Prozent und 2,5 Prozent mehr Gehalt. 

Mehr Geld im Praktikum

Auch die tariflichen Vergütungen für Auszubildende steigen: Pharmazeuten im Praktikum (PhiP) bekommen künftig ab Beginn des Praktischen Jahrs (PJ) monatlich 880 Euro. Auf das gesamte PJ gerechnet sind dies 780 Euro mehr als bisher. Damit entfällt künftig auch die Streitfrage, ob PhiP, die die erste Hälfte des PJ außerhalb der öffentlichen Apotheke absolvieren – etwa in einer Krankenhausapotheke oder in der Industrie – im zweiten Halbjahr in der Offizin Anspruch auf die Vergütung für die zweiten sechs Monate haben.

 Für PTA-Praktikanten beträgt die monatliche Ausbildungsvergütung künftig 670 Euro (+ 37 Euro), ein Anstieg von 5,85 Prozent.

 PKA-Auszubildende erhalten ab Januar im ersten Ausbildungsjahr ebenfalls 670 Euro pro Monat (+37 Euro), im zweiten Jahr 720 Euro (+36 Euro) und im dritten Jahr 770 Euro (+46 Euro).

Kompromiss gibt Planungssicherheit

Vereinbart wurde zudem, bei der nächsten Tarifrunde über eine erhöhte Vergütung für besonders fortgebildete und zusatzqualifizierte Angestellten zu verhandeln.

Beide Seiten zeigten sich mit dem Verhandlungsergebnis kurz vor dem Weihnachtsfest zufrieden. ADEXAs Zweite Vorsitzende, Tanja Kratt, betonte: „Schließlich ist die von den Apothekeninhabern vielbeschworene Planungssicherheit auch für Arbeitnehmer wichtig". Die Höhe der Steigerung sei ein Kompromiss. Einerseits sei es dringend notwendig gewesen, die Leistung der Angestellten besser zu honorieren und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Andererseits berücksichtige die Erhöhung auch die mangelnde Bereitschaft der Politik, die Apotheken finanziell besserzustellen.


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1 Kommentar

ein guter Abschluss für die Arbeitnehmer

von Konrad Mörser am 04.01.2016 um 12:52 Uhr

Laufzeit nur ein Jahr und ein prozentual gar nicht mal so schlechtes Ergebnis, bedenkt man die derzeitig niedrige Inflation. Hoffen wir, die Apotheken verdienen genug um diese höheren Gehälter auch erwirtschaften zu können.

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