Pharmazeutischer Großhandel

Europäischer Dachverband GIRP stellt sich breiter auf

Remagen - 01.12.2015, 07:30 Uhr

Der pharmazeutische Großhandel bietet heute mehr als ein umfangreiches Lager. (Foto: Phagro)

Der pharmazeutische Großhandel bietet heute mehr als ein umfangreiches Lager. (Foto: Phagro)


Arzneimittelgroßhändler können mehr als nur Arzneimittel liefern. Die „European Association of Pharmaceutical Full-line Wholesalers“ (GIRP) hat sich deswegen in „European Healthcare Distribution Association“ umbenannt.

Bei seiner Herbst-Vollversammlung hat der europäische Dachverband der vollversorgenden Arzneimittelgroßhändler seinen neuen Namen bekannt gegeben. „Die Hauptfunktion unser Mitglieder in der medizinischen Versorgungskette ist zwar der vollversorgende pharmazeutische Großhandel“, erklärt GIRP Präsident René Jenny, „aber das Geschäft entwickelt sich ständig weiter. Wir arbeiten zunehmend integriert, das heißt, unsere Unternehmen betrachten die Pharmaindustrie nicht nur als wichtigen Lieferanten von Produkten, sondern auch als Kunden für die Versorgungskette und für Patienten-Dienste."

Schaltstellen im Gesundheitswesen

„Auch die Apotheken als unsere traditionelle Kunden entwickeln sich weiter und bieten zunehmend eine Vielzahl von Dienstleistungen für die Patienten an. Sie wollen ihr berufliches Profil weiter schärfen, und suchen hierzu beim Großhandel Unterstützung. So gibt es immer mehr Partnerschaften mit beiden. Wir sehen unsere Mitglieder deshalb als wichtige Schaltstellen im Gesundheitswesen an“, ergänzt Jenny.

Sortiment ist viel breiter als gedacht

Die Generaldirektorin der GIRP Monika Derecque-Pois sagt, es sei für viele überraschend, dass die Mitglieder ihres Verbandes auch Medizinprodukte, in-Vitro-Diagnostika, Tierarzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und andere Produkte für die Gesundheitsversorgung kaufen, lagern und liefern. Mit der Namensänderung solle der Umfang dieser Tätigkeiten nun besser reflektiert werden. Sie sei deshalb für GIRP keineswegs revolutionär, sondern eher evolutionär, betont Derecque-Pois. Außerdem wolle  der Verband mit dem neuen Namen im Vertriebssektor der Gesundheitsversorgung in Europa noch stärker wahrgenommen werden.

GIRP bleibt GIRP

Und die Abkürzung „GIRP“? Diese steht für den französischen Namen des Dachverbandes „Groupement International de la Répartition Pharmaceutique“. Das Kürzel sei sehr gut  eingeführt und überall bekannt, meint der Verband, und deshalb solle es auch dabei bleiben.

Die European Healthcare Distribution Association vertritt rund 30 nationale Pharma-Großhandelsverbände, acht Einzel-Firmenmitglieder und weitere assoziierte Unternehmen und Institutionen. Die Mitglieder beschäftigen laut GIRP rund 140.000 Personen und beliefern mehr als 170.000 Apotheken und andere Gesundheitsberufe, die Arzneimittel an die Öffentlichkeit abgeben.


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