ALLERGIEGESCHÄFT, KONTAKTLINSENPFLEGE

Merck und Novartis mit Trennungsplänen

Berlin - 27.11.2015, 09:06 Uhr

Verkaufspläne bei Merck, Novartis: "Weniger effiziente Geschäftsteile durch adäquatere Zukäufe ersetzt werden". (Foto: Merck)

Verkaufspläne bei Merck, Novartis: "Weniger effiziente Geschäftsteile durch adäquatere Zukäufe ersetzt werden". (Foto: Merck)


 Gerade erst hat Merck für 13,1 Milliarden den US-Laborausrüsters Sigmar-Aldrich übernommen, da erwägt der Konzern offenbar den Verkauf seines Allergiegeschäfts. Auch bei Novartis gibt es Trennungspläne - die Sparte Kontaktlinsenpflege soll abgestoßen werden.

Der schweizerische Pharmakonzern Novartis erwägt Kreisen zufolge den Verkauf seiner Sparte Kontaktlinsenpflege. Mit dem Verkauf solle bei der Augenpflege-Einheit Alcon das Wachstum verbessert werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Die Verkaufspläne seien allerdings noch in einer frühen Phase und könnten auch wieder verworfen werden.

Wachstumsbeschleunigung angekündigt

Das Geschäft mit der Kontaktlinsenpflege könnte durchaus auf Interesse von Konkurrenten stoßen, hieß es weiter. Am Abend war bei Novartis niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Laut Bloomberg will der Pharmakonzern die Angaben nicht kommentieren.

Die Augenpflege-Sparte Alcon zeigt seit längerem eine schwächer als erwartet Umsatz- und Gewinnentwicklung. Im Oktober hatte Novartis-Chef Joseph Jimenez bei der Präsentation der Zahlen zum dritten Quartal einen Plan zur Wachstumsbeschleunigung bei Alcon angekündigt. Dabei schloss er nicht aus, dass "weniger effiziente Geschäftsteile der Augensparte verkauft und durch adäquatere Zukäufe ersetzt" werden könnten.

Merck: Verkäufe nach Milliarden-Übernahme

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA erwägt Kreisen zufolge den Verkauf seines Allergiegeschäfts. Der Verkauf könnte dem Unternehmen etwa 600 Millionen Euro in die Kasse spülen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Interesse könne es von Pharmafirmen und institutionellen Investoren geben. Die Überlegungen befänden sich noch in einem frühen Stadium, Merck könne sich auch noch gegen einen Verkauf entscheiden. Das Darmstädter Unternehmen wollte zu dem Thema keine Stellungnahme abgeben. Im dünnen nachbörslichen Handel reagierten Merck-Aktien nicht.

Der Konzern hatte vor einer Woche die Übernahme des US-Laborausrüsters Sigmar-Aldrich abgeschlossen. Für das Unternehmen hatten die Darmstädter 13,1 Milliarden Euro ausgegeben.


dpa / DAZ.online
redaktion@daz.online


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