Ulm

Ratiopharm streicht 100 Arbeitsplätze

Berlin - 23.11.2015, 11:15 Uhr

Ratiopharm-Stammsitz Ulm: Mutterkonzern Teva denkt laut FAZ auch über Auslagerung von Produktionskapazitäten nach. (Foto: ratiopharm)

Ratiopharm-Stammsitz Ulm: Mutterkonzern Teva denkt laut FAZ auch über Auslagerung von Produktionskapazitäten nach. (Foto: ratiopharm)


Sparen, um wettbewerbsfähig zu bleiben: Im kommenden Jahr baut der Arzneihersteller Ratiopharm 100 Arbeitsplätze in seinem Stammsitz Ulm ab. Das bestätigte das Unternehmen, das seit 2010 zum israelischen Hersteller Teva gehört, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Stellenkürzungen bei Ratiopharm: Wie die Frankfuter Allgemeine Zeitung berichtet, will der Arzneimittelkonzern in 2016 rund 100 Stellen an seinem Stammsitz in Ulm streichen. Dies seien vier Prozent der 2500 Mitarbeiter zählenden Belegschaft am Doppelstandort Ulm und Weiler, schreibt die FAZ. Hinter Ratiopharm steht der israelische Pharmakonzerns Teva, der den deutschen Konzern im Jahr 2010 übernommen hat.

Teva Pharmaceutical Industries Ltd. ist Weltmarktführer unter den Generikaunternehmen. Zusammen sind Teva und ratiopharm die Nummer eins auch am europäischen Generikamarkt. Vertrieben werden die ratiopharm Arzneimittel nach wie vor von Ulm aus, dem heutigen Deutschlandsitz der Teva.

Kündigungen, Auslagerung von Produktionsprozessen

Teva Deutschland begründe die Streichung damit, den Standort Ulm konkurrenzfähig zu halten. „Insgesamt ist ein Abbau von nominal rund 100 Stellen geplant“, teilte das Unternehmen laut FAZ mit. „Nominal“ bedeutet, es geht um Vollzeitstellen. Man wolle freiwillige Austritte und interne Versetzungen nutzen, „um so betriebsbedingte Kündigungen weitestgehend zu vermeiden“, hieß es.

Ratiopharm prüfe zeitgleich, Prozesse und Aufgaben, die nicht direkt mit der Produktion zusammenhingen, auszulagern. Es werde aber auch investiert, etwa um die Produktion biotechnologisch hergestellter Präparate zu erweitern, schreibt die FAZ. Die tritt neben die Herstellung der etablierten Arzneimittel auf Basis kleiner chemischer Moleküle. Teva Deutschland beschäftigt in Ulm/Weiler 2500 Menschen, in Deutschland insgesamt 3100.


Nicola Kuhrt, DAZ.online
redaktion@daz.online


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

4% stehen zur Disposition

Stellenabbau bei Ratiopharm

Ausbau deutscher Produktionsstätten

Teva setzt auf Ratiopharm

Mutterkonzern Teva auf Sparkurs in Deutschland

Ratiopharm streicht Stellen

Ratiopharm- mutter Teva

Mit höheren Preisen gegen die Krise

Teva schließt Ratiopharm-Übernahme ab

Dethlefs neuer Chef von Ratiopharm/Teva

Pharmazeutische Industrie

Überraschender Chefwechsel bei Teva

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.