Ab Sonntag gilt wieder „Winterzeit“

Ungeliebte Zeitumstellung

Berlin - 23.10.2015, 17:45 Uhr

Eine Stunde länger schlafen: Von Samstag auf Sonntag werden die Uhren zurückgestellt. (Foto: Johanna Mühlbauer/Fotolia)

Eine Stunde länger schlafen: Von Samstag auf Sonntag werden die Uhren zurückgestellt. (Foto: Johanna Mühlbauer/Fotolia)


Am Wochenende werden die Uhren eine Stunde zurückgedreht: Die Sommerzeit ist vorbei. Die meisten Deutschen finden die Zeitumstellung mittlerweile überflüssig. Knapp die Hälfte hält es für realistisch, dass sie wieder abgeschafft wird.

In der Nacht zum 25. Oktober wird um 3 Uhr der Uhrzeiger um eine Stunde zurückgedreht. Wir bekommen eine Stunde geschenkt – allerdings war sie uns im Frühjahr zuvor geklaut worden. Morgens wird es dann erst einmal früher hell. Dafür wird es abends zeitig dunkel. Die „Winterzeit“ ist eigentlich die ganz natürliche Zeit.

Mehr und mehr Menschen in Deutschland halten die 1980 eingeführte Zeitumstellung mittlerweile für überflüssig. Das zeigen die Ergebnisse einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit. Nur 26 Prozent halten sie noch für sinnvoll – 2013 waren es noch 29 Prozent. 47 Prozent halten es für realistisch, dass die Zeitumstellung tatsächlich abgeschafft wird; 50 Prozent sind davon allerdings nicht überzeugt. Als die Sommerzeit seinerzeit eingeführt wurde, steckte dahinter der Gedanke, dass sich Energie sparen ließe, wenn es abends länger hell ist. 

Doch viele Menschen ärgert die Umstellung inzwischen. 22 Prozent der Umfrageteilnehmer erklärten, sie hätten deshalb schon einmal körperliche oder auch psychische Probleme gehabt (Frauen: 26 %, Männer; 18 %) . Drei Viertel haben sich wegen der Zeitumstellung zumindest schon müde oder schlapp gefühlt. Zwei Drittel erinnern sich an Schlafstörungen oder Schwierigkeiten beim Einschlafen. Jeweils ein gutes Drittel nennt Reizbarkeit oder Konzentrationsstörungen, 13 Prozent sogar depressive Verstimmungen. Rund ein Fünftel der befragten Arbeitnehmer sind wegen der Zeitumstellung schon zu spät zur Arbeit gekommen.


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