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Celesio zieht sich von Börse zurück

12.03.2015, 11:45 Uhr

Nach der Übernahme durch McKesson zieht sich Celesio jetzt von den großen Börsen zurück. (Foto: Celesio)

Nach der Übernahme durch McKesson zieht sich Celesio jetzt von den großen Börsen zurück. (Foto: Celesio)


Berlin - Nach 111 Jahren zieht sich der Stuttgarter Pharmahändler Celesio weitgehend aus dem Rampenlicht der Börsen zurück. Nach der Übernahme durch den US-Konzern McKesson kündigte das Unternehmen an, bei den deutschen Börsen einen Antrag auf Widerruf der Zulassung im regulierten Markt zu stellen. Celesio ist im MDax gelistet. Mit dem Rückzug entfällt die Pflicht zur Veröffentlichung von Quartalsberichten.

Derzeit sind die Aktien der Celesio AG zum Handel im Teilbereich des regulierten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie zum Handel im regulierten Markt an den Börsen Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München zugelassen. Künftig sollen die Celesio-Aktien nur noch an den Börsen in Düsseldorf und München gehandelt werden. Die bestehende Einbeziehung der Aktien der Gesellschaft in den Freiverkehr der Börsen Hamburg und Hannover bliebt ebenso bestehen. Wie bereits berichtet, wird das Celesio-Geschäftsjahr zum 1. April auf den McKesson-Rhythmus umgestellt.

Gegründet wurde Gehe/Celesio am 1. Mai 1835 als Drogerie- und Farbwarenhandlung Gehe & Comp. in Dresden durch den Kaufmann Franz Ludwig Gehe (1810 - 1882). 1903 öffnet sich das Unternehmen dem Kapitalmarkt und firmiert als Aktiengesellschaft Gehe & Co. AG. Das Grundkapital der Aktiengesellschaft betrug damals zwei Millionen Mark. Mit Wirkung vom 1. Januar 1973 übernahm der Mischkonzern Haniel die Aktienmehrheit. Bedingung der Haniel-Geschäftsführung war, dass das Management im Unternehmen verblieb, um das nach dem Krieg geschaffene solide Fundament weiter auszubauen. Seit dem Jahreswechsel 2015 gehört Celesio zum US-Konzern McKesson.


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