WHO will Risiken minimieren

Höchstens sechs Löffel Zucker

05.03.2015, 13:55 Uhr

Die WHO warnt vor verstecktem Zucker. (Foto: bit24/Fotolia)

Die WHO warnt vor verstecktem Zucker. (Foto: bit24/Fotolia)


Genf - Sechs Teelöffel Zucker aus Cola, Ketchup, Tiefkühl-Pizza oder anderen verarbeiteten Lebensmitteln täglich – mehr sollten es laut der Weltgesundheitsorganisation im Mittel nicht sein, wenn man gesund leben will. Mit diesem am Mittwoch in Genf veröffentlichten neuen Zucker-Richtwert hofft die WHO, die global zunehmenden Probleme durch Übergewicht eindämmen zu können.

Zwar hebt die WHO ihre bisherige Obergrenze der Zucker-Schädlichkeit durch verarbeitete Lebensmittel von zehn Prozent der täglich konsumierten Kalorien pro Person nicht auf. Jedoch empfiehlt sie nun, diese möglichst auf fünf Prozent zu senken. Das entspricht etwa 25 Gramm oder sechs Teelöffeln. „Das Risiko von Übergewicht, Fettsucht und Karies wird reduziert, wenn die Zuckereinnahme unter zehn Prozent liegt“, sagte WHO-Experte Francesco Branca.

Die WHO-Richtlinie bezieht sich nicht auf den natürlichen, in frischem Obst oder in Milch vorkommenden Zucker. Es gebe keine Beweise, dass dieser schädlich wäre. Verarbeitete Lebensmittel hingegen sind laut WHO oft „Zuckerbomben“: In einer Dose mit gesüßter Limonade könnten allein schon 40 Gramm Zucker stecken, warnen die Experten. Und schon ein Esslöffel Ketchup enthalte oft einen Teelöffel Zucker.


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