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Endocannabinoid-System als Angriffspunkt

Cannabis-Therapie bei chronischen Rückenschmerzen

22.07.2019, 00:00 Uhr


Für chronische Rückenschmerzen, bei denen etablierte Behandlungsoptionen ausgeschöpft oder kontraindiziert sind, kann alternativ eine Cannabinoid-Therapie in Betracht gezogen werden.

Interview mit Dr. med. Marc Seibolt, Algesiologikum München

Welche Art von Schmerzpatienten behandeln Sie in Ihrem MVZ am häufigsten?

Etwa 80% unserer Patienten leiden unter chronischen Rückenschmerzen. Die übrigen 20% kommen aufgrund von chronischen Bauch- oder Kopfschmerzen und weiteren Schmerzsyndromen zu uns.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Cannabinoiden gemacht?

Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen mit Cannabinoiden gemacht. Etwa 70% unserer Patienten profitieren davon; bei den übrigen 30% handelt es sich um Non-Responder, was eine sehr gute Quote ist. Non-Responder bedeutet in dem Zusammenhang, dass die zuvor mit dem Patienten vereinbarte Zielsetzung der Therapie nicht erreicht wurde. Unsere bisherigen Eindrücke und gesammelten Erfahrungen sind demnach als äußerst positiv zu bewerten.

Über die Einwirkung auf das Endocannabinoidsystem eröffnen Cannabispräparate interessante neue Perspektiven für die Therapie chronischer Schmerzen unterschiedlichen Ursprungs. In präklinischen Studien konnte gezeigt werden, dass die körpereigenen Cannabinoide auch an der Genese von akuten wie chronischen Rückenschmerzen beteiligt sind.1,2 Cannabispräparate scheinen zudem bei einer ausgewählten Gruppe von Patienten, bei denen eine klassische Analgetikatherapie fehlgeschlagen ist, hochwirksam zu sein.3 Eine hohe Compliance der Patienten, die hohe Rückkehrrate zum Arbeitsplatz sowie auch der Opiat-sparende Effekt deuten darauf hin, dass eine Cannabinoid-Therapie bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen in Betracht gezogen werden sollte.3 Durch ihr günstiges Sicherheitsprofil stellen die Cannabinoide zudem eine nebenwirkungsarme Alternative in der Schmerzmedizin dar.4,5

Dieser Beitrag wurde von Tilray Deutschland GmbH unterstützt. Weitere Informationen unter: www.tilray.de

1 Darmani et al., Neuropharmacology 2005 48:1154-1163.
2 Ramesh et al., Clin J Pain. 2018 Jan;34(1):8-14.
3 Yassin et al., International Journal of Anesthesiology & Pain Medicine 2016 Vol.2 No.1:5, 1-6.
4 Corroon et al., J Pain Res. 2017 May 2;10:989-998.
5 Baron et al., J Headache Pain. 2018 May 24;19(1):37.
Die unter 3 und 4 zitierten Studien sind nicht mit Tilray-Produkten durchgeführt worden.


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10117 Berlin


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