Union, SPD, FDP und Linke für Fremd- und Vielbesitzverbot
Am 28. September fand im Deutschen Bundestag eine für Apothekerinnen, Apotheker und Apothekenmitarbeiter historische Debatte statt. In ihrer 54. Sitzung befassten sich die Parlamentarier ausführlich und auf bemerkenswertem Niveau mit den gesundheitspolitischen und rechtlichen Hintergründen des in Deutschland (und in den meisten europäischen Ländern geltenden) Fremd- und Vielbesitzverbotes bei Apotheken. Ausgangspunkt der Debatte war ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der Ų im politischen Windschatten des Saarbrücker Falles Hecken/DocMorris Ų für eine Abschaffung des deutschen Approbationsgebots für Apothekeninhaber plädierte. Daraus wurde jedoch nichts. Im Gegenteil: In seltener Einmütigkeit sprachen sich Wolf Bauer (CDU/CSU), Daniel Bahr (FDP), Marlies Volkmar (SPD), Frank Spieth (Die Linke/PDS) und Margit Spielmann (SPD) dafür aus, das bestehende Fremd- und Vielbesitzverbot bei Apotheken zu erhalten. Der Grünen-Antrag wurde an die Ausschüsse für Gesundheit, für Wirtschaft und Technologie und für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz überwiesen.Aufgrund ihrer Bedeutung dokumentieren wir die Debatte des Bundestages im Wortlaut.