Wie demente Patienten mit psychotischen Störungen behandelt werden können
Von Hans Förstl, München
Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat eine schriftliche Warnung vor dem Gebrauch konventioneller Neuroleptika bei dementen Patienten mit "psychotischen Störungen" wegen eines erhöhten Sterberisikos herausgegeben. Im amerikanischen Jargon bedeutet "psychotisch", dass die Patienten unter Wahnvorstellungen und Halluzinationen leiden. Dies kann zu Angst, Erregung und Aggressivität führen und damit zu einer ernsthaften Belastung und Gefährdung von Patienten, Angehörigen und professionellen Pflegekräften. Daher ist eine Behandlung zum Schutz der Patienten und aller anderen Beteiligten geboten. In der BRD und in anderen Ländern werden in dieser Situation häufig eben diese konventionellen Neuroleptika eingesetzt, vor deren Gebrauch nun gewarnt wird. Auf deren Einsatz kann aber nicht immer verzichtet werden.