Magnesium und Mg-Verbindungen in Supplementen
Haushalt und BioverfügbarkeitVon Klaus Eder
Da Magnesium vielfältige Funktionen im Körper ausübt, führt eine unzureichende Versorgung zu vielen Mangelsymptomen. Der Magnesiumhaushalt des Körpers wird durch die intestinale Resorption, die biliäre und renale Ausscheidung sowie die Speicherung im Skelett reguliert. Die Resorption von Magnesium erfolgt über den kompletten Darm teils Carrier-vermittelt, teils parazellulär durch passive Diffusion. Die Resorptionsrate aus der Nahrung liegt normalerweise bei 35 bis 55%, kann aber bei fettreicher Nahrung oder in Gegenwart von Phosphat, Phytat oder Oxalat deutlich reduziert sein. Die Bioverfügbarkeit von Magnesiumpräparaten hängt entscheidend von den jeweiligen Liganden ab. Organische Magnesiumverbindungen wie das Citrat, Aspartat, Aspartat-hydrochlorid, Gluconat oder Aminosäurenkomplexe sowie das Chlorid werden deutlich besser resorbiert als das Carbonat, Oxid und Sulfat.