Dimeticon-Präparate gegen Kopflausbefall
Ein physikalisches Wirkprinzip ersetzt neurotoxische WirkstoffeVon Hermann Feldmeier
Bislang erfolgte die Behandlung eines Kopflausbefalls im Wesentlichen mit neurotoxisch wirkenden Insektiziden. Seit Kurzem gibt es ein physikalisches Therapiekonzept auf der Basis von flüssigen Dimeticonen. Diese Polymere fließen in die Tracheen der Laus und töten sie dadurch. In Deutschland sind derzeit fünf dimeticonhaltige Präparate mit sehr unterschiedlicher Zusammensetzung auf dem Markt. Ihre Wirsamkeit hängt wesentlich von den physikalischen Eigenschaften der eingesetzten Dimeticone und ihrer Konzentration ab. Nur für zwei Produkte ist die Wirksamkeit sowohl in vitro als auch in klinischen Studien gut dokumentiert.