ALTDATEN_DAZ/AZ
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Stefan Laufer
Seit 51 Semestern ist Stefan Laufer als Professor in Tübingen tätig. Im Oktober erhielt er für sein Wirken die Carl-Mannich-Medaille als höchste Auszeichnung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft, und am 16. Dezember 2024 durfte er seinen 65. Geburtstag begehen: Gründe genug für eine Würdigung.Show moreDas Ende der Wachstumsillusion?
Betrachtungen zur wirtschaftlichen LageWie sich die Zeiten ändern: Gestern noch wurde der Gesundheitsmarkt als die Wachstumsbranche schlechthin verkauft. Als ausgesprochen krisenresistent galt der Markt bisher, was wohl auch daran lag, dass es wirkliche Krisen in den letzten Jahrzehnten schlicht nicht gab. Gemessen an dem finanziellen Hurrikan, der momentan quer über den Erdball läuft, waren vergangene Rezessionen nur kleine Wölkchen am Horizont, welche die Schönwetterkapitäne am Steuer der Wirtschaftsnationen vor keine größeren Probleme stellten. Der gebetsmühlenartig zitierte, demografische Wandel und der steigende medizinische Fortschritt sollten quasi Garanten für immer weiter sprudelnde, kräftige Erlöse im Gesundheitswesen sein. Wer ein wenig nachdachte, den musste schon immer eine gesunde Skepsis angesichts solcher Aussagen überkommen.
Show more120.000 gefälschte Tabletten in Berlin und Brandenburg
2008 stieg die Zahl der Sicherstellungen enormBerlin (az/bav). Der Handel mit gefälschten Arzneimitteln macht der Zollfahndung Berlin-Brandenburg schwer zu schaffen: Im vergangenen Jahr hat sie mehr als 120.000 Tabletten beschlagnahmt. 2007 waren es noch lediglich 9200 Tabletten. Insgesamt stellten die Zöllner in Berlin-Brandenburg 93 Kilogramm gefälschte oder nicht zugelassene Arzneimittel sicher, darunter gefälschte Potenzmittel und in der Bodybuilder-Szene eingesetzte anabole Steroide. Im Jahr 2007 wurden dagegen 2,2 Kilogramm konfisziert.
Show moreGenerika halten Ausgabenzuwachs im Zaum
Generika entlasten GKV im Januar um fast 1 Milliarde EuroBerlin (ks). Im Januar 2009 hat die GKV für die Arzneimittelversorgung netto, also nach Abzug der Hersteller- und Apothekenabschläge, jedoch ohne Berücksichtigung von Patientenzuzahlungen und Rückflüssen aus Rabattverträgen, rund 2,353 Mrd. Euro ausgegeben. Das entspricht einem Plus von 35 Mio. Euro (1,5%) gegenüber dem Vorjahresmonat. Dies geht aus aktuellen Marktdaten von IMS Health hervor, die der Branchenverband Pro Generika am 18. März veröffentlicht hat.
Show moreLändermehrheit für Rx-Versandverbot
Bayerns Gesundheitsminister vertraut auf Länder -entscheidend ist jedoch der Bundestag
Berlin (ks). Der Gesundheitsausschuss des Bundesrats empfiehlt den Ländern, sich in ihrer Stellungnahme zur 15. Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG) für eine Beschränkung des Versandhandels auf OTC-Arzneimittel auszusprechen. Dazu sollen der § 43 Abs. 1 S. 1 AMG geändert und entsprechende redaktionelle Anpassungen im Apothekengesetz und in der Apothekenbetriebsordnung vorgenommen werden.
Show moreIQWiG stellt neuen Methoden-Entwurf vor
Detailänderungen an den methodischen Grundlagen für die Kosten-Nutzen-BewertungBerlin (ks). Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 18. März einen neuen Entwurf seiner Methoden zur Bewertung von Kosten-Nutzen-Verhältnissen bei Arzneimitteln vorgelegt. Dieser setzt Kommentare um, die das Institut zu früheren Entwürfen erhalten hatte. Eingearbeitet wurden insbesondere die Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats des IQWiG. >
Show moreÄrzte hoffen auf mehr Geld
900 Mio. Euro mehr sind möglich – aber nicht jeder profitiertBerlin (tw). Eine neue Simulationsrechnung des Honorarzuwachses, den die Ärzte dieses Jahr erwarten können, kommt auf 3,5 Mrd. Euro zusätzlich im Vergleich zu 2007. Das sind 900 Mio. Euro mehr als bislang angenommen. Außerdem soll es für Belegärzte und ambulantes Operieren Honorarzuschläge von insgesamt 30 Mio. Euro geben. Die Ärzte sind jedoch noch immer nicht zufrieden.
Show moreStatintherapie bei chronischer Niereninsuffizienz
Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen haben ein erhöhtesRisiko für tödlich verlaufende kardiovaskuläre Komplikationen.
Als ein wesentlicher Risikofaktor hierfür gilt ein erhöhter
Plasmalipidspiegel. Eine Metaanalyse untersuchte die Vorund
Nachteile einer Cholesterinsenkung mit Statinen bei chronisch
Niereninsuffizienten. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass
Statine bei einer Niereninsuffizienz eingesetzt werden können:
Statine reduzieren signifikant die Lipidkonzentration und kardiovaskuläre
Endpunkte wie Herzinfarkt.Show more
Austausch teils unkritisch, teils problematisch
Seit Ende letzten Jahres steht im Markt eine große Zahl von Venlafaxin-haltigen Generika zur Verfügung. Nur halb so teuer wie das Original versprechen sie den Krankenkassen hohe Einsparungen. Da es sich bei dem Antidepressivum Venlafaxin um eine sehr gut wasserlösliche und unter Bioverfügbarkeitsaspekten unproblematische Substanz handelt, steht einer Substitution zumindest von dieser Seite nichts im Wege. Argumente gegen einen Austausch (auch unter den Generika) liefern allerdings die zu behandelnden psychischen Erkrankungen und die damit verbundene Complianceproblematik.Show moreAuch bei einem Kurztrip lauert die FSME-Gefahr
Das Risiko von Infektionskrankheiten auf Reisen lauert nicht nur im Urlaub in fernen Gefilden. Eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) kann man sich schon bei einem Kurztrip nach Österreich oder an den Balaton holen. Auch ein Spaziergang insbesondere in Endemiegebieten in Süddeutschland kann die Gefahr von durch Zecken übertragenen Krankheiten deutlich steigern.Show moreArzneimitteltherapie bei Niereninsuffizienz
Rund 15% aller Arzneimittel werden durch die Nieren ausgeschieden. Diese Wirkstoffe müssen bei Vorliegen einer Niereninsuffizienz individuell dosiert werden, um Über- oder Unterdosierungen sowie gravierende Nebenwirkungen zu verhindern. Zur Ermittlung der korrekten Dosis wird auf die Kreatinin-Clearance und auf die individuelle Ausscheidungskapazität zurückgegriffen. Mithilfe verschiedener Datenbanken können die individuell erforderlichen Dosen ermittelt werden.Show moreWenn Essen zum Problemfall wird
"Ich bin allergisch darauf" oder "ich vertrage das nicht", hört man viele Menschen von einem oder mehreren Lebensmitteln sagen. Teilweise bedeutet "allergisch" dabei einfach, "ich mag das nicht", teilweise handelt es sich aber auch um echte Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Ihre Häufigkeit, Formen und Symptome, die Diagnose und Therapie wollen wir im folgenden Artikel näher beleuchten.
Von Claudia Rasche, Sabine Dölle und Margitta Worm
Show moreWas leistet die subkutane, was die sublinguale Immunisierung mit Allergenen?
Viele Allergiker scheuen die subkutane Hyposensibilisierung,nicht zuletzt aus Angst vor den Injektionen. Die sublinguale
Immuntherapie mit Tropfen oder Tabletten scheint patientenfreundlicher
zu sein. Doch für welche Allergiker ist sie geeignet
und wie erfolgreich ist sie? Hierüber haben wir mit Priv.-Doz. Dr.
Jörg Kleine-Tebbe, Hautarzt und Allergologe im Allergie- und
Asthma-Zentrum Westend in Berlin, gesprochen. Er koordiniert
die Kommission, die derzeit die Leitlinie zur spezifischen Immuntherapie
bei IgE-vermittelten Erkrankungen aktualisiert:Show more
Industrie bietet einjährigen Preisstopp
BERLIN (ks). Anlässlich seines 13. Unternehmertages hat der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) abermals gefordert, die Mehrwertsteuer auf Humanarzneimittel abzusenken. Neu an dem altbekannten Vorschlag ist, dass der Verband sich im Gegenzug bereit erklärt, ein zeitlich befristetes Preismoratorium zu akzeptieren.Show moreSchlafmangel fördert Diabetes
Wer im Schnitt weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft, hat ein erhöhtes Risiko für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes. Schlafmangel führt einer amerikanischen Studie zufolge zu einem Anstieg des Nüchternblutzuckers, Blutdrucks und Körpergewichts.Show moreFeucht heilt schneller als trocken
Vielleicht war es die Beobachtung, dass Tiere ihre Wunden lecken, die 1962 einen englischen Arzt zu einem Experiment animierte: Er zeigte an Schweinehaut, dass Wunden schneller heilen, wenn man sie unter einer Folie feucht hält. In Krankenhäusern wird das Prinzip der feuchten Wundheilung heute als Standard praktiziert. Derzeit hält sie Einzug in die Versorgung von Alltagswunden: Mit hydroaktiven Wundauflagen, Hydrokolloidpflastern oder Hydrogelen, die ohne Wirkstoffe die Wundheilung unterstützen. Neu ist ein rein physikalisch wirkendes Hydrokolloid (Fenistil® Wundheilgel), das seit Februar als Medizinprodukt in Apotheken zur Verfügung steht.Show moreArzneimittel und Therapie
Im Erwachsenenalter sind etwa 80% aller Harnwegsinfekte Bagatellerkrankungen,die keiner oder lediglich einer unterstützenden
Behandlung bedürfen. Bei den anderen 20% kann eine
falsch oder nicht behandelte Infektion zum Nierenversagen
oder zur lebensbedrohlichen Urosepsis führen. Im Vorfeld gibt
es keine sicheren Kriterien zur Einordnung der Krankheitsschwere,
jedoch ermöglichen anamnestische Schlüsselinformationen,
Basiswissen und Erfahrung in vielen Fällen die richtige
Weichenstellung zum weiteren Vorgehen.Show more
Wenn Harmlosesgefährlich wird
Laut Zahlen des Robert Koch-Instituts leiden in Deutschland ca. 13% der Kinder und 20% der Erwachsenen an Heuschnupfen – Tendenz steigend. Und auch die anderen Allergieformen wie atopisches Ekzem, allergisches Asthma bronchiale, Kontaktallergien, Nahrungsmittelallergien und Insektenstichallergien treten immer häufiger auf. Gemeinsam ist diesen Erkrankungen, dass das Immunsystem – speziell die Antikörper und T-Zellen – gegen an und für sich harmlose Agenzien reagiert. Mit der immer genaueren Kenntnis des Immunsystems kann man inzwischen immer gezielter bei Allergien therapeutisch eingreifen.
Show moreBei Johanniskrautpräparaten die Indikation beachten
Zum 1. April 2009 werden durch Änderungen der Verschreibungsverordnung zwei Klassiker der Selbstmedikation in bestimmten Fällen verschreibungspflichtig: Johanniskrautextrakte für die Indikationen mittelschwere Depression und Paracetamol, wenn in einer Packung mehr als 10 g Paracetamol enthalten sind. Zudem hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte neue Gewichts- und Altersgrenzen und damit Dosierungen für die verschiedenen Darreichungsformen von Paracetamol-haltigen Fertigarzneimitteln festgelegt.Show moreLässt sich kindlicher Typ-1-Diabetes verhindern?
Die schwedische Aufsichtsbehörde für Medizinprodukte hat eine Studie zur Prüfung eines Impfstoffs bei Kindern mit einem hohen Erkrankungsrisiko für Typ-1-Diabetes genehmigt. In die randomisierte und placebokontrollierte Studie werden bis zu 50 Kinder ab vier Jahren aufgenommen, von denen man weiß, dass sie ein hohes Risiko haben, einen Typ-1-Diabetes zu entwickeln. Mittels eines auf Glutaminsäuredecarboxylase basierenden Impfstoffs (Diamyd®) soll versucht werden, die Entwicklung eines Diabetes zu verhindern.Show more„Solider Kompromiss“
Gute Nachrichten für alle Angestellten in öffentlichen Apotheken: Nach längeren Verhandlungen einigten sich die Tarifpartner ADEXA – Die Apothekengewerkschaft und der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) auf einen neuen Gehalts- und Bundesrahmentarifvertrag. Beide gelten rückwirkend zum 1. Januar 2009. Kernpunkte sind eine Gehaltserhöhung von 2,9 Prozent für 2009 plus 1,5 Prozent ab 1. Januar 2010 für alle MitarbeiterInnen und eine Modifizierung der Urlaubsregelung – alle Angestellten haben jetzt einen Anspruch auf mindestens 33 Tage Erholungsurlaub. Hinzu kommen zahlreiche Anpassungen des Bundesrahmentarifvertrags (BRTV).Show moreRechtliches
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