Konsequente Immunprophylaxe rettet Leben
Von Ralf Schlenger
Unter den impfpräventablen Reise-Zoonosen wie FSME, Japanische Enzephalitis oder Tollwut nimmt letztere eine Sonderstellung ein. Alle treten sie selten auf, doch allein Tollwut ist zu 100% letal. Die Absolutheit der Gefahr bedingt auch die Besonderheiten einer aufwendigen postexpositionellen Prophylaxe. Wer nicht russisches Roulette spielen will, muss sich nach einem tollwutverdächtigen Biss oder Kratzer behandeln lassen – auch als Geimpfter. Für Grundimmunisierte ist die Prozedur aber überschaubar. Das Problem verlagert sich in exotischen Ländern auf die Verfügbarkeit moderner, nebenwirkungsarmer Impfstoffe und Immunglobuline. Fernreisende sollten sich
vorher gut beraten lassen und sich nicht nur Vakzine, sondern Verhaltensregeln für den Umgang mit Tieren einimpfen. Das gilt gerade auch für Kinder.