Für den SPD-Politiker ist mit dem EuGH-Urteil noch nicht das letzte Wort gesprochen
BERLIN (lk). Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, warnt die deutschen Apotheker, sich durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zum Fremdbesitzverbot bei Apotheken in Sicherheit zu wiegen. Er glaube nicht, "dass dieses Urteil allzu lange Bestand haben wird". Die Bundesregierung fordert Lauterbach auf, "das Apothekenrecht zu entrümpeln" und zu deregulieren. Dadurch könnte den Apotheken in Deutschland, so der frisch gebackene gesundheitspolitische Sprecher, "im Wettbewerb ein größerer Freiraum eingeräumt werden". Abermals outete sich der SPD-Politiker als Gegner des bestehenden Fremdbesitzverbotes bei Apotheken. Das Interview führte AZ-Korrespondent Lothar Klein.