Auch private Kassen wollen auf die Kostenbremse treten
Steigende Kosten für ärztliche Behandlung und ArzneimittelBerlin (lk). Bisher waren Ausgabenexplosionen und Kostendämpfung bei den privaten Krankenkassen so gut wie kein Thema. Im Gegenteil: Privatversicherer warben damit, dass ihre Kunden ohne Rücksicht auf die Kosten stets modernste Medizin erhalten. Nun will auch der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) massiv auf die Kostenbremse treten. Die Ausgaben für die ärztliche Versorgung und für Arzneimittel steigen seit Jahren überdurchschnittlich und deutlich stärker als in der GVK: "Der Kostenanstieg der letzten Jahre kann sich dauerhaft so nicht ausweiten," sagte PKV-Direktor Dr. Volker Leienbach am 4. März in Berlin. Für die privaten Krankenkassen forderte er größeren Verhandlungsspielraum über Arzthonorare und Arzneimittelpreise.