Ein Diskussionsbeitrag
zu bekannten und möglicherweise neuen Nebenwirkungen
Von Maren Kops,
Wolfgang Paulus,
Konrad Heintze und
Karl-Uwe Petersen
Alle Medikamente, auch altbewährte wie das Paracetamol, werden immer wieder einer Risiko-Nutzen-Einschätzung unterzogen. In jüngster Zeit sind einige Publikationen zu Paracetamol erschienen, die auf bekannte unerwünschte Wirkungen eingehen bzw. auf neue mögliche Nebenwirkungen hinweisen, vor allem unter der Prämisse, dass eine wesentliche, wenn nicht die entscheidende, Wirkeigenschaft von Paracetamol eine auch peripher erfolgende Inhibition der Cyclooxygenase Typ 2 (COX 2) sei [1]. Andererseits ist eine der Stärken von Paracetamol in der Vielzahl vor allem zentraler Mechanismen zu sehen, über die Paracetamol hemmend ins Schmerzgeschehen eingreift [2]. Auf die neu aufgeworfenen Fragen zur Verträglichkeit und ihre Relevanz für die heutige Therapie soll hier eingegangen werden, sowie auf die Frage, ob andere Therapiemöglichkeiten mehr Sicherheit bieten.