Plasma: Zukunftstechnologie für Medizin und Pharmazie
Kaltes Plasma in der Wundheilung und Zahnmedizin
Von Kristian Wende
Plasmen sind etwas, das jeder nutzt, aber viele nicht kennen. Physikalische Plasmen stellen den vierten Aggregatzustand dar – nach fest, flüssig und gasförmig kommt Plasma. Führt man einem Gas elektrische oder thermische Energie zu, wird an der Integrität der Moleküle bzw. Atome gerüttelt, das Gas wird ionisiert und damit zum Plasma. Plasmen bestehen aus hochreaktiven Spezies wie Elektronen, Ionen, Radikalen sowie elektromagnetischer Strahlung, also Licht. Heiße Plasmen – wie die Sonne – haben Temperaturen von mehreren Millionen Grad Celsius. Bei kalten Plasmen steckt die Energie in den Elektronen. Je nach Plasmaquelle können Plasmen unterschiedlicher Temperatur erzeugt werden. Kalte Plasmen können 30 bis 40°C kalt sein. Sie eignen sich wegen ihrer hohen chemischen Reaktivität sehr gut für die Behandlung von temperaturempfindlichen Materialien. Damit eröffnen sich viele Einsatzmöglichkeiten in Medizin und Pharmazie.