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Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Stefan Laufer
Seit 51 Semestern ist Stefan Laufer als Professor in Tübingen tätig. Im Oktober erhielt er für sein Wirken die Carl-Mannich-Medaille als höchste Auszeichnung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft, und am 16. Dezember 2024 durfte er seinen 65. Geburtstag begehen: Gründe genug für eine Würdigung.Show moreBVDAK sucht nach ausgewogener Stellungnahme
Zum Editorial "VFApoFördVO statt ApBetrO?" in DAZ Nr. 43, in dem Dr. Christian Rotta den Referentenentwurf zur Apothekenbetriebsordnung kritisch kommentiert und dabei auch auf die Rolle des Bundesverbandes Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK) einging, erreichte uns folgende als "Offener Brief" überschriebene Stellungnahme des1. Vorsitzenden des BVDAK: Show more
Wie Schmerzen entstehen
Man muss sich immer wieder klar machen, dass Schmerzen (wie alle anderen Sinneseindrücke) "lediglich" das Bewusstsein von neuronalen Erregungen aus spezifischen peripheren Nerven und ihren zentralen aufsteigenden Nervenbahnen sind. Wenn hier pathologische Veränderungen auftreten, dann ändert sich die Schmerzempfindung. Diese pathophysiologischen Veränderungen bestimmen auch die Schmerztherapie, daher sind die Kenntnisse von den nozizeptiven Prozessen eine notwendige Grundlage zum Verständnis der analgetischen Strategien.Show more"Pille" senkt Ovarialkrebs- und erhöht Brustkrebsrisiko
Eine langwährende Verhütung mit kombinierten oralen Kontrazeptiva senkt das Ovarialkrebsrisiko. Damit bestätigt eine aktuelle Auswertung der EPIC-Studie mit mehr als 300.000 Frauen den Einfluss von Hormonen auf das Ovarialkarzinom. Für Frauen, die mindestens zehn Jahre lang auf diese Weise verhüteten, ist das Risiko nahezu halbiert im Vergleich zu Frauen, die entsprechende Präparate höchstens ein Jahr lang oder gar nicht anwenden. Allerdings ist mit dieser Verhütung ein deutlich erhöhtes Brustkrebsrisiko verbunden.Show moreZulassung von Impfstoffen und biomedizinischen Arzneimitteln
Neue Referenzwerte für Wachstum und Blutdruck
Das Robert Koch-Institut hat basierend auf den Ergebnissen der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (KiGGS) neue Referenzdaten für verschiedene Körpermaße und den Blutdruck von Kindern und Jugendlichen veröffentlicht.Show moreHecken will Hess nicht beerben
BERLIN (ks). Es wurde schon länger gemunkelt, dass sich Josef Hecken (CDU) für die Nachfolge von Dr. Rainer Hess als Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) warmlaufen würde. Nun hat der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium – Apothekern vor allem in seiner früheren Position als saarländischer Gesundheits- und Justizminister bekannt – mit den Gerüchten aufgeräumt: "Ich stehe für das Amt nicht zur Verfügung" sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Ausgabe vom 31. Oktober 2011).Show moreWie weich oder fest dürfen Cremes sein?
Das ZL prüft halbfeste Fertigarzneimittel und Grundlagen
Beanstandungen von halbfesten Fertigarzneimitteln häufen sich im Sommer. Die extremen Temperaturen können für Veränderungen wie Entmischungen verantwortlich sein. Eine Creme besteht aus einer wässrigen und einer fetten Phase, die durch einen oder mehrere Emulgatoren miteinander verbunden sind oder (selten, z. B. Kühlsalbe DAB) rein physikalisch zusammengehalten werden. Verschiedene Faktoren können die Stabilität einer solchen Verbindung beeinflussen. Falsche Lagerungsbedingungen wie hohe Temperaturen oder große Temperaturschwankungen können dazu führen, dass eine Emulsion bricht. Zubereitungen mit einem hohen Wasseranteil sowie harnstoffhaltige Zubereitungen sind nach den Erfahrungen des ZL besonders häufig von Entmischungen betroffen.Show moreSpezifische Schmerztherapie
In der Schmerztherapie sind es die chronischen Schmerzen, die Patienten wie Ärzte vor große Herausforderungen stellen. Oft ist ein Wechsel zwischen den Wirkstoffen des WHO-Schemas und den Koanalgetika sowie eine invasive Analgesie notwendig. Prinzipiell erfordert eine erfolgreiche Therapie chronischer Schmerzen nicht nur das gekonnte Spiel mit den zur Verfügung stehenden Therapieformen, sondern vor allem eine enge Führung des Patienten.Show moreDie Vermessung der Träume
Träumen ist für uns wichtig, es ist faszinierend – und konnte bislang wissenschaftlich nicht erfasst werden. Forschern des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München, der Berliner Charité und des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig ist es nun jedoch erstmals gelungen, die Aktivität des Gehirns während des Träumens zu analysieren.Show moreVerkürzte Wirkung des Impfstoffs bei Adipösen
Ein Zusammenhang zwischen einer erhöhten Morbidität und Mortalität und Adipositas war nach der Schweinegrippe-Pandemie (H1N1 2009/2010) beobachtet worden. Wie eine aktuelle Studie zeigt, ist auch die Grippeimpfung bei fettleibigen Menschen weniger wirksam. Die Immunabwehr reagiert bei ihnen schwächer und weniger lang anhaltend auf den Impfstoff. Die Untersuchungen zeigen eine verminderte Antikörperantwort bei adipösen Menschen. Außerdem ist bei ihnen die Aktivierung bestimmter Gedächtniszellen des Immunsystems eingeschränkt.Show moreKoloquinte ist "Heilpflanze des Jahres 2012"
MÜNCHEN (cae). Der Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, gen. Paracelsus e.V. (NHV Theophrastus) hat nun zum zehnten Mal von einer Jury eine "Heilpflanze des Jahres" wählen lassen. Es ist die Koloquinte oder Bittermelone (Citrullus colocynthis), die schon im Altertum als Drastikum bekannt war, aber heute als obsolet gilt. Der NHV Theophrastus erhofft sich von der Wahl Impulse für die pharmakologische Erforschung der Koloquinte.Show moreViel Neues in Rezeptur und Defektur
Zum Entwurf der Apothekenbetriebsordnung
Von Thomas Müller-Bohn
Die wohl wichtigste Konsequenz aus dem Entwurf zur Apothekenbetriebsordnung im Zusammenhang mit der Herstellung ist der Erhalt der Rezeptur für gängige Darreichungsformen mit einer für den Apothekenalltag praktikablen Rechtsgrundlage. Der Aufwand für Rezepturen wird spürbar zunehmen, aber "einfache" Rezepturen werden auch künftig ohne industrielle Rahmenbedingungen hergestellt werden können. Doch der Preis für den Erhalt der Rezeptur ist hoch: Die wirtschaftliche Belastung der Apotheken durch die Herstellung wird weiter wachsen und für die Defektur werden neue Hürden aufgebaut. Der Entwurf läuft auf ein Vier-Klassen-System im Bereich der Herstellung hinaus.Show moreBAH setzt Initiative Kinderarzneimittel fort
BERLIN (lk). Zur Verbesserung der Arzneimittelsicherheit für Kinder hat der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) eine neue "Initiative Kinderarzneimittel" gestartet. Ziel der Initiative ist die Durchführung und Förderung von Projekten zur Verbesserung der Arzneimittelsicherheit bei Kindern.Show moreDie Vorbereitungen für die nächsten Biosimilars laufen
BERLIN (ks). Europa hat in Sachen Biosimilars die Nase vorn. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hatte sich gut auf den Patentablauf der ersten Biopharmazeutika seit dem Jahr 2004 vorbereitet. Rechtzeitig stand ihr klares Regelwerk für die Zulassung von Nachahmerprodukten biotechnologisch hergestellter Arzneimittel. Dieses wird sowohl von den forschenden wie auch den Biosimilar-Herstellern anerkannt.Show moreArzneimittelversorgung der Zukunft
Im Rahmen der DPhG-Jahrestagung 2011 in Innsbruck veranstalteten die DPhG-Fachgruppen Allgemeinpharmazie, Industriepharmazie und Klinische Pharmazie erstmals gemeinsam ein interdisziplinäres Symposium. Dabei wurden die Kosten-Nutzen-Risiko-Bewertung von Arzneimitteltherapien und die Anforderungen an zukünftige Versorgungsstrukturen aus verschiedenen Blickwinkeln analysiert.Show moreApotheker wollen noch genauer prüfen
HAMBURG (tmb). Der Hamburger Apothekerverein ergreift nun Maßnahmen, um die Apotheken vor künftigen Retaxationen zu schützen. Als Reaktion auf Retaxationen von Betäubungsmittelverordnungen bietet der Verein seinen Mitgliedsapotheken einen Handzettel zur Information der Patienten. Darin wird den Versicherten erklärt, warum in bestimmten Fällen Betäubungsmittelrezepte nicht sofort beliefert werden können, sondern erst vom Arzt korrigiert werden müssen.Show moreBig direkt retaxiert 35.000 Euro
BERLIN (lk). Die Big direkt gesund Krankenkasse retaxiert einem Apotheker aus Baden-Württemberg 35.000 Euro, weil auf fünf Rezepten für das Krebsarzneimittel Revlimid handschriftlich ein Kreuz aufgetragen und nicht gegengezeichnet wurde.Show moreDer internationale Kampf geht weiter
BERLIN (ks). Deutschland setzt sich für ein internationales Vorgehen gegen Arzneimittelfälscher ein. Am 28. Oktober hat die Bundesrepublik in Moskau das "Übereinkommen des Europarats über die Fälschung von Arzneimitteln und Medizinprodukten und über ähnliche die öffentliche Gesundheit gefährdende Straftaten" unterzeichnet.Show more
Schmerzspezifische Analgesie
Schmerzen begleiten die meisten Krankheiten. Sie sind ein Alarmsignal aus dem Körper, das auf bedrohliche und zerstörerische Prozesse hinweist. Mit der Beseitigung der Ursachen hören die Schmerzen meist auf, so dass immer eine ursächliche Therapie anzustreben ist. Große Probleme bereiten Schmerzzustände, die sich nicht (mehr) kausal therapieren lassen, Schmerzen aus geschädigten Nervenfasern oder die Verselbstständigung von Schmerzen als Schmerzkrankheit. Die effektive Analgesie aus der Fülle der Analgetika und Koanalgetika erfordert eine klare Diagnose und damit das Verständnis der Schmerzentstehung.
Von Thomas Herdegen
Rechtliches
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