Sparpotenziale unter der Lupe
Preisvergleiche mit zweifelhafter Aussage
BERLIN (tmb). Berechnungen über hohe angebliche Einsparpotenziale bei Arzneimitteln erhalten immer wieder große Aufmerksamkeit in den Medien und der Politik. Doch bei genauerer Betrachtung sind die zugrunde liegenden Vergleiche vielfach angreifbar und die propagierten Einsparpotenziale unrealistisch. Wo die Probleme genau liegen, untersuchten die Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Dieter Cassel, Universität Duisburg-Essen, und Prof. Dr. Volker Ulrich, Universität Bayreuth, in einem Gutachten im Auftrag des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Sie zeigen so viele Berechnungsprobleme auf, dass die Ergebnisse geradezu beliebig erscheinen.