
Gewicht, Alter, Genom ...
Individuelle Einflussfaktoren auf die Pharmakokinetik
Marina Weißenborn, Elisabeth Schmitz, Marlene Kissel, Hartmut Derendorf | Herr Müller nimmt seine Herztabletten jeden Morgen pünktlich um 7 Uhr zum Frühstück. Bei ihm wirken die Tabletten gut. Bei seiner Frau allerdings, die dasselbe Präparat mit derselben Dosierung einnimmt, hat das Medikament eine geringere Wirkung. Woran mag das liegen? Schließlich nimmt sie sie ebenso pünktlich und zur selben Zeit ein. Der Apotheker ihres Vertrauens klärt das Ehepaar Müller auf: Es besteht eine interindividuelle Variabilität, d. h. bei verschiedenen Patienten kann dasselbe Arzneimittel unterschiedlich stark wirken (pharmakodynamische Variabilität).