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Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Stefan Laufer
Seit 51 Semestern ist Stefan Laufer als Professor in Tübingen tätig. Im Oktober erhielt er für sein Wirken die Carl-Mannich-Medaille als höchste Auszeichnung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft, und am 16. Dezember 2024 durfte er seinen 65. Geburtstag begehen: Gründe genug für eine Würdigung.Show moreGoogle kooperiert mit Sanofi
REMAGEN (hb) | Google setzt sich weiter im Gesundheitsmarkt fest. Die Life-Science-Sparte des Internetriesen ist eine neue Kooperation mit dem französischen Pharmahersteller Sanofi eingegangen. Beide wollen gemeinsam ein neues Medizingerät inklusive weiterer Voraussetzungen für die „digitale“ Behandlung und Versorgung von Diabetes-Patienten entwickeln. Zu den finanziellen Bedingungen der Vereinbarung haben die Unternehmen weder in eigenen Mitteilungen noch in den zahlreichen weiteren Presseberichten etwas verlauten lassen.Show moreKein allzu gutes Geschäft
BERLIN (jz) | Zu Ferienzeiten, insbesondere im Hochsommer, suchen viele Kunden in der Apotheke Rat zur Reiseapotheke. Die Mehrheit der Apotheken bewirbt das Thema auch aktiv, wie die Ergebnisse der aktuellen APOkix-Umfrage des Kölner Instituts für Handelsforschung unter rund 260 Apothekeninhabern zeigt. Allerdings hat der Verkauf von Produkten rund um das Thema Reise und Reiseapotheke der Umfrage zufolge keine allzu große Bedeutung für die Ertragslage der Apotheken.Show moreLauterbach: Gesetzgeber muss auf Engpässe reagieren
BERLIN (ks) | Der SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach hat letzte Woche gegenüber der „Bild“-Zeitung erklärt, die Bundesregierung denke angesichts immer wieder auftretender Lieferengpässe bei Arzneimitteln über neue gesetzliche Vorgaben für die Industrie nach. Konkret sind die Pläne allerdings noch nicht. Show moreBlister-Urteil „sachgerecht“
BERLIN (ks) | Das Bundeswirtschaftsministerium hält die Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) zur (Nicht-)Geltung der Arzneimittelpreisverordnung im Zusammenhang mit patientenindividuellen Arzneimittelblistern für sachgerecht. Die Karlsruher Richter hatten entschieden, dass Ratiopharm keiner Preisbindung unterworfen ist, wenn es Apotheken Fertigarzneimittel zur Herstellung solcher Blister verkauft. Das Urteil sorgte für Furore – vielfach wurde der Ruf laut, der Verordnungsgeber könne dies so nicht gewollt haben und sei nun zum Handeln aufgefordert.Show moreUnion gegen Insika
BERLIN (lk) | Bei der von den Ländern forcierten Einführung eines Kontrollsystems gegen Steuermanipulationen mit elektronischen Kassensystemen tritt die CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf die Bremse. In einem Positionspapier der Arbeitsgruppen Finanzen und Wirtschaft wird vor allem das von den Länderfinanzministern favorisierte Insika-Kontrollverfahren abgelehnt. Das sei zu bürokratisch, zu teuer und zudem technisch überholt, heißt es dort.Show moreViermal abgerechnet
STUTTGART (wes) | Irische Lloyds-Apotheken sollen beim Verblistern unerlaubterweise mehrfach abgerechnet haben. Das wirft die irische Gesundheitsbehörde HSE nach einem Bericht der Tageszeitung „The Irish Times“ der größten Apothekenkette des Landes vor. Interne Memos der Apothekenkette würden belegen, dass Filialen angehalten werden, das einmalige Verblistern einer vierwöchigen Medikation viermal abzurechnen.Show moreEurimSmiles – ein streitbares Konzept
BERLIN (ks) | Das Bonusprogramm „EurimSmiles® Plus“ des Arzneimittelimporteurs EurimPharm läuft nach einer juristischen Zwangspause wieder. Die zunächst vom Landgericht Hamburg auf Antrag des Wettbewerbsverbandes Integritas erlassene einstweilige Verfügung ist aufgehoben. Allerdings dürfte das letzte Wort in diesem Prozess noch nicht gesprochen sein.Show moreAussichten verbessern sich leicht
BERLIN (ks) | Ihre aktuelle Geschäftslage schätzte im August rund die Hälfte der Apothekeninhaber neutral ein – ein knappes Drittel bewertete sie negativ. Der Apotheken-Konjunkturindex, den das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH Köln) jeden Monat ermittelt, ist gegenüber Juli nochmals um 1,5 Punkte auf 85,1 gesunken. Etwas gestiegen ist hingegen der Indexwert zur erwarteten Entwicklung – allerdings auf niedrigerem Niveau: Er lag im August bei 79,4 Punkten. Der Wert von 100 Punkten ist die neutrale Marke, bei dem sich positive und negative Bewertungen ausgleichen.Show moreDiskussion über Berufsbild
BERLIN (jz) | Nach der Diskussion über ein neues Leitbild für die Apothekerschaft, das am Ende ein Perspektivpapier hervorbrachte, soll es nun einen bundesweiten Dialog über ein aktualisiertes Berufsbild geben, der alle Tätigkeitsbereiche der Apotheker berücksichtigt. Das Ergebnis soll die Grundlage für eine Klärung der Frage sein, ob eine Novellierung der Approbationsordnung notwendig ist, wie die ABDA-Pressestelle bestätigte. Abermals wird dafür eine Internet-Plattform genutzt. Show moreRohertrags-Monitor Juli 2015
Verschreibungspflichtige Fertigarzneimittel (Rx-FAM) sind für öffentliche Apotheken von überragender Bedeutung – ihr Anteil an der Zahl der insgesamt abgegebenen Packungen liegt bei etwa 43%. Und nach wie vor werden mit Rx-FAM rund 75% des Gesamtumsatzes der Apotheken generiert. Seit dem 1. Januar 2004 gilt (nur noch) für diese Arzneimittel die – neue – Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV), auch Kombimodell genannt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser neuen Preisbildungssystematik für Apotheken werden – beginnend mit dem Berichtsmonat August 2011 – auf der Grundlage der von Insight Health* zur Verfügung gestellten Daten regelmäßig im Rohertrags-Monitor fortgeschrieben.Show moreKeine Krankenversicherung: Was tun?
bü | Ob man durch eine heftige Erkältung oder durch einen Schlaganfall aus der Bahn geworfen wird: Niemand in Deutschland braucht sich ernsthafte Sorgen darüber zu machen, ob für die dadurch entstehenden Kosten komplett die eigene Geldbörse herhalten muss: Seit Jahren gilt der Grundsatz, dass jeder Bundesbürger versichert ist – entweder gesetzlich oder privat.Show moreArzneimittelinteraktionen
Die Arzneimittelinteraktionen (Tab. 5 und 6) orientieren sich überwiegend an der Fachinformation und den Interaktionen, die in der ABDATA-Datenbank aufgeführt sind. Interaktionen der ABDATA-Datenbank, die nur vorsichtshalber zu überwachen sind (niedrigste Risikostufe), werden nicht beschrieben.1. Veränderung der Wirkung bzw. Nebenwirkung von Antikonvulsiva durch komedizierte Wirkstoffe | ||
betroffenes Antikonvulsivum | verändert durch | Veränderung und Mechanismus |
|---|---|---|
a. Hemmstoffe der neuronalen Erregung | ||
| Carbamazepin | Diuretika, serotonerge AntidepressivaMAO-HemmstoffeFlupirtinFluvoxamin, FluoxetinHypnotika, Sedativa, Alkohol | SIADH, unter anderem durch Natrium-Verlust und Flüssigkeitsretentiontheoretisch: Serotonin-SyndromHepatotoxizität Akkumulation von Carbamazepin durch Abbau-HemmungSedierung, Reaktionsvermögen ↓ |
| Oxcarbazepin | Diuretika | SIADH, Hyponatriämie |
| Gabapentin | Mg- und Al-haltige Antazida | mäßiger Wirkverlust |
| Pregabalin | OpioideH1-Blocker | verstärkte ObstipationAppetitsteigerung (?) |
| Lamotrigin | Estrogen-haltige Kontrazeptiva | Wirkverlust |
| Phenytoin | Amiodaron, Antikonvulsiva | Wirkverstärkung durch CYP2C9/19-Hemmung |
| Valproat | Acetylsalicylsäure | Wirkverstärkung durch Verdrängung aus der Plasma-Protein-Bindung |
| Zonisamid | CYP3A4-Induktoren | Wirkverlust |
b. Verstärker der neuronalen Hemmung | ||
| Tiagabin | CYP3A4-Induktoren | Wirkverlust |
2. Beeinflussung von Wirkstoffen durch Antikonvulsiva | ||
Antikonvulsivum | betroffener Wirkstoff | Veränderung und Mechanismus |
a. Hemmstoffe der neuronalen Erregung | ||
| Carbamazepin | CYP3A4- und 2C9-Substrate: Kontrazeptiva, Phenprocoumon, Azol-Antimykotika, Z-Substanzen, Ciclosporin (Tacrolimus?)β-Blocker, VerapamilLithium | Wirkverlust durch beschleunigten Abbau via CYP3A4- oder CYP2C19-InduktionAV-Block durch Hemmung der Erregungsausbreitunginitiale Neurotoxizität (unklarer Mechanismus) |
| Oxcarbazepin | prinzipiell wie Carbamazepin | |
| Eslicarbazepin | CYP3A4-Substrate wie Estrogene, Phenprocoumon und Ciclosporin | Wirkverlust durch beschleunigten Abbau |
| Lamotrigin | Estrogen-haltige Kontrazeptiva | eventuell Wirkverlust |
| Perampanel | Gestagen-haltige Kontrazeptiva | Wirkverlust |
| Phenytoin | Estrogen- und Gestagen-haltige KontrazeptivaClozapin, Metamizol | WirkverlustAgranulozytose |
| Rufinamid | Kontrazeptiva | Wirkverlust durch CYP3A4-Induktion |
| Valproat | Benzodiazepine | Wirkverstärkung durch Hemmung des Abbaus |
b. Verstärker der neuronalen Hemmung | ||
| Benzodiazepine | sedierende Wirkstoffe | Wirkverstärkung |
| Phenobarbital | CYP3A4- und CYP2C9-Substrate wie Estrogene, Phenprocoumon, TheophyllinTetracycline, Griseofulvin, Methotrexat, Ciclosporin | Wirkverlust durch CYP-InduktionWirkverlust durch Verstärkung des Abbaus |
| Primidon | wie Phenobarbital | |
Antikonvulsivum | 2. Antikonvulsivum | (Plasmaspiegel-)Veränderung des 2. Antikonvulsivums |
|---|---|---|
| Carbamazepin (CBZ) | EthosuximidPhenytoinPerampanel | AbnahmeZu- und AbnahmeAbnahme |
| Felbamat | PhenytoinValproat | Zunahme durch CYP2C9/19-HemmungZunahme durch Oxidations-Hemmung |
| Lamotrigin | Carbamazepin, Phenytoin, PrimidonValproat | Abnahme durch UGT1A4-InduktionZunahme durch UGT1A4-Hemmung |
| Phenytoin | CarbamazepinLamotriginFelbamat | Zu- und Abnahme der PlasmakonzentrationAbnahme durch UGT1A4-InduktionAbnahme |
| Phenobarbital, Primidon | LamotriginFelbamat | Abnahme durch UGT1A4-InduktionAbnahme |
| Sultiam | Phenytoin | Zunahme (durch CYP2C9/19-Hemmung?) |
| Valproat | BenzodiazepineEthosuximidLamotriginPhenobarbital, PrimidonRufinamidFelbamatPhenytoin | Zunahme durch Hemmung des AbbausZunahmeZunahme durch UGT1A4-Hemmung (HWZ steigt von 25 auf 60 Stunden)Zunahme durch CYP2C9-HemmungZunahme durch Hemmung der ClearanceZunahmeMenge des freien Phenytoins steigt, erhöhtes Risiko für Phenytoin-Nebenwirkungen |
| CYP3A4-Induktoren | Perampanel, Tiagabin, Zonisamid | Wirkverlust |

Wer zahlt die Kinderwunschbehandlung?
Die Regelungen zu der sogenannten „künstlichen Befruchtung“ findet man im § 27a des Sozialgesetzbuches V (SGB V). Demnach umfassen die Leistungen der Krankenbehandlung von Versicherten in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auch medizinische Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft. Der Anspruch besteht für gesetzlich versicherte verheiratete Paare unter Kostenbeteiligung der Krankenkassen, wenn die weiblichen Versicherten das 25. Lebensjahr vollendet haben und nicht älter als 40 Jahre alt sind, und wenn nach Auffassung des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin hinreichende Aussicht auf Erfolg besteht (§ 27a Abs. 1 Nr. 2 SGB V). Aussicht auf Erfolg besteht laut Gesetz dann, wenn eine in den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) über Künstliche Befruchtung (KB-RL) für die jeweilige Methode festgelegte Anzahl erfolgloser Versuche nicht überschritten wird. Weiterhin ist vor Beginn der Behandlung der Krankenkasse ein Behandlungsplan zur Genehmigung vorzulegen. Die Krankenkasse übernimmt 50% der mit dem Behandlungsplan genehmigten Maßnahmen und Sachleistungen [1]. Show moreAntikonvulsiva
Die Antikonvulsiva lassen sich nur schwer klassifizieren. Weder die pharmakodynamischen Eigenschaften noch die Indikationen bieten sich als Grundlage für eine vernünftige Einteilung von Antikonvulsiva an. Die einfache Einteilung in Pharmako-logisch! erfolgt danach, ob das Antikonvulsivum die Erregung hemmt oder die Hemmung verstärkt.Show moreLernen und Punkten: „Antikonvulsiva“
Die Deutsche Apotheker Zeitung bietet ihren Abonnenten die Möglichkeit, durch das Selbststudium ausgewählter Beiträge und eine anschließende Lernerfolgskontrolle Punkte für die freiwillige zertifizierte Fortbildung zu erwerben. Dieses Verfahren ist durch die Bundesapothekerkammer anerkannt (Veranstaltungs-Nr. BAK 2014/413). Pro erfolgreich beantwortetem Fragebogen mit zwanzig Fragen erhalten Sie zwei Punkte in der Kategorie 7 Telelernen/Fernstudium mit Erfolgskontrolle. Bitte beachten Sie: Eine Teilnahme ist nur online über das Internet möglich.
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Epilepsie und Antikonvulsiva
Epileptische Anfälle sind häufige Erkrankungen. Die Gabe von Antikonvulsiva ist die wichtigste therapeutische Maßnahme, um die pathologische Erregung im Gehirn zu unterdrücken. Diese sehr heterogene und vielfältige Gruppe von Medikamenten stellt eine große Herausforderung für das Apothekerteam dar. Die kompetente Beratung erfordert das Grundverständnis des Krankheitssyndroms sowie Kenntnisse über die vielfältigen Wirkstoffe, ihre Nebenwirkungen und ihr Interaktionspotenzial.
Von Thomas Herdegen
Betriebsjubiläum: Lydia Wanninger - 50 Jahre in der Thurn und Taxis-Apotheke
Im September 1965 trat Lydia Wanninger, damals noch Lydia Leichtl, in die Thurn und Taxis-Apotheke in Donaustauf als Auszubildende zur Apothekenhelferin ein und legte die Helferinnen-Prüfung 1968 ab. Seither hält sie ihrer Apotheke – nur unterbrochen durch Mutterschutz-Zeiten – unerschütterlich die Treue.Show more
Systematisch gegen Fälschungen
Gefälschte Medikamente stellen eine große Gefahr für die Arzneimittelsicherheit dar. Dies gilt umso mehr, wenn Fälschungen in der legalen Vertriebskette auftauchen. Auch wenn Kritiker immer wieder betonen, dass diese Gefahren außerhalb der legalen Vertriebswege viel größer sind, hat sich Deutschland mit dem SecurPharm-Projekt an die Spitze der Umsetzung der europäischen Arzneimittelfälschungsrichtlinie gesetzt.
Von Benjamin Wessinger
Rechtliches
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