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Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Stefan Laufer
Seit 51 Semestern ist Stefan Laufer als Professor in Tübingen tätig. Im Oktober erhielt er für sein Wirken die Carl-Mannich-Medaille als höchste Auszeichnung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft, und am 16. Dezember 2024 durfte er seinen 65. Geburtstag begehen: Gründe genug für eine Würdigung.Show more
Gastroduodenale Ulcuskrankheit
Gastroduodenale Ulcera resultieren aus einer Dysbalance zwischen schleimhautprotektiven und –aggressiven Faktoren. Primär ursächlich für die Entstehung eines peptischen Ulcus ist die chronische Gastritis, welche durch eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori (H. pylori) sowie die Einnahme von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) hervorgerufen werden kann. Die beiden genannten Risikofaktoren liegen insbesondere bei älteren Patienten vergesellschaftet vor und wirken sich synergistisch auf das Risiko einer Mukosaschädigung und Ulceration aus. Beim H.-pylori-induzierten Ulcus steht aufgrund fehlender Präventionsstrategien die medikamentöse Behandlung im Vordergrund.
In
diesem Beitrag wird die Krankheit aufgearbeitet sowie die
leitliniengerechte und evidenzbasierte Therapie erläutert und an zwei
Patientenfällen aus der Praxis angewendet. | Von Carina John und Olaf Rose

Die schleichende Deregulierung
In einigen Ländern wurde das bisherige Apothekenwesen mit einem Gesetz von einem Tag auf den anderen „gekippt“, in anderen Ländern dauert dieser Prozess Jahrzehnte. Ein Beispiel für eine solche „schleichende“ Deregulierung ist Italien. Der Apothekenmarkt südlich der Alpen galt bis tief in die 1990er als streng reguliert und konservativ. Nach zahlreichen „Liberalisierungsgesetzen“, Gerichtsverfahren und nicht zuletzt wegen des Drucks der großen Pharmahandelskonzerne wird sich Italien jedoch schon bald in die Liste der Länder eintragen, in denen es Apothekenketten gibt. | Von Benjamin RohrerShow more
Vor EuGH-Urteil: Welche Auswirkungen hätte ein Wegfall der Preisbindung?

Hilfsstoffe in der Rezeptur
Lösungsmittel, Emulgatoren, Puffer, Konservierungsmittel - zur Herstellung einer Rezeptur in der Apotheke sind neben dem Wirkstoff viele Komponenten erforderlich. Kenntnisse zu Inkompatibilitäten, Löslichkeit von Wirk- und Hilfsstoffen, Stabilität und zur mikrobiologischen Qualität sowie zur Mischbarkeit von Lösungsmitteln sind unter anderem Grundlage für qualitativ hochwertige Rezepturarzneimittel.Show moreBetriebsjubiläum: Gabriele Petzold, seit 25 Jahren in der Sonnen-Apotheke Zapfendorf
Pyrrolizidinalkaloide bleiben ein Thema
rr | Das Verbrauchermagazin Ökotest vergab beim Test von Blasen- und Nierentees sowie pflanzlichen Arzneimitteln gegen Harnwegsinfektionen nur für zwei Präparate das Gesamturteil „gut“: für Aqualibra® Filmtabletten und Ardeynephron® Hartkapseln. Grund für das schlechte Abschneiden waren nicht nur fehlende Wirksamkeitsbelege, sondern vor allem ein erhöhter Pestizid- und Pyrrolizidinalkaloid-Gehalt. Show moreWenn TNF-Hemmer unwirksam sind
Etwa jeder dritte Patient mit rheumatoider Arthritis spricht nur unzureichend auf eine Anti-TNF-Therapie an. Welche Behandlung alternativ eingesetzt werden sollte, ist derzeit noch nicht eindeutig geklärt. Eine neue Studie untersucht, ob als Alternativtherapie ein weiterer TNF-Inhibitor oder andere Biologicals effektiver sind.Show moreOhne Umwege gegen Mittelohrentzündungen
ms | Die orale Antibiotika-Therapie von Kindern mit Mittelohrentzündung ist langwierig und häufig mit Nebenwirkungen verbunden. Nicht selten kommt es zu Therapiefehlern. Schlechte Compliance oder ein zu frühes Absetzen der Arzneimittel lassen die Gefahr wiederkehrender Infektionen steigen. Ein lokal anzuwendendes Gel soll in Zukunft die Therapie effektiver und einfacher machen. Show moreEin sachgerechter Kompromiss
BERLIN (hb) | Vier Jahre lang haben die europäischen Gesetzgeber und die Stakeholder um die rund 350 Seiten der neuen EU-Verordnung über Medizinprodukte gerungen. Nun steht der im Trilog erzielte Kompromiss. Eine Diskussionsrunde beim BAH im Dialog am 29. September beleuchtete das Ergebnis und die Konsequenzen für die Unternehmen.Show more„Das sorgt für mehr Therapiesicherheit“
BERLIN (ks) | Seit dem 1. Oktober 2016 haben gesetzlich versicherte Patienten, die gleichzeitig dauerhaft mindestens drei verordnete Arzneimittel anwenden, einen Anspruch auf einen Medikationsplan in Papierform. Der Arzt, der sie schwerpunktmäßig betreut, erstellt diesen und händigt ihn aus.Show moreFrauenmehrheit in der neuen Vertreterversammlung
cae | Die Mitglieder der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz haben eine neue Vertreterversammlung gewählt. Dabei lag die Wahlbeteiligung nur knapp über 30 Prozent. Gewählt wurden 32 Frauen und 27 Männer, die am 19. November zur konstituierenden Sitzung zusammentreten und ihr Ehrenamt fünf Jahre lang ausüben werden. Show moreErgänzung ohne Rücksprache erlaubt
ks/cel | Seit 1. Oktober gibt es Mometason und Fluticason als Nasenspray auch ohne Rezept. Die nasalen Corticoide folgen Beclometason in den OTC-Bereich der Apotheke. Grundlage ist die 15. Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV). Diese enthält überdies eine Klarstellung, wie Apotheker mit Rezepten umzugehen haben, auf denen der Vorname des Arztes oder seine Telefonnummer fehlt.Show moreRomosozumab fördert Knochenaufbau
Romosozumab richtet sich gegen Sclerostin, einen negativen Regulator der Knochenbildung, der in Osteozyten gebildet wird und Knochenabbau und Osteoporose begünstigt. In der FRAME-Studie wurde seine Wirksamkeit bei postmenopausalen Frauen gezeigt.Show moreLebensretter Herzschrittmacher
Von Beate Fessler | Herzschrittmacher gehören zum festen Repertoire kardiologischer Therapieformen, vor allem bei ausgeprägten Bradykardien. In Deutschland wurde 1961 der erste Herzschrittmacher implantiert. Inzwischen sind die Geräte immer kleiner, immer sicherer und immer raffinierter geworden. Sie sind MRT-fähig, werden direkt in die Herzkammer implantiert und kommen möglicherweise bald ohne Batterie aus. Eine Entwicklungsgeschichte. Show more
Schutz vor Verderben
Von Heiko Schiffter-Weinle | Arzneimittelzubereitungen können je nach Typ und Formulierung für einen mikrobiellen Befall prädestiniert sein. Obwohl in der Regel deutlich ungünstigere Bedingungen für ein mikrobielles Wachstum herrschen als zum Beispiel in manchen Nahrungsmitteln, können auch hier gesundheitsgefährdende Mikroorganismen bis zu hohen Konzentrationen wachsen, wenn die Formulierungen nicht geschützt werden. Konservierungsmittel stellen deshalb einen wichtigen Aspekt der Formulierungsentwicklung von Arzneimitteln dar, gerade vor dem Hintergrund, dass vor allem kranke und meist weniger widerstandfähige Menschen die hergestellten Arzneimittel einnehmen oder anwenden.Show moreRechtliches
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