Interpharm online 2021

Vor Gürtelrose schützen

Reaktivierung von Herpesviren verhindern

gc | Mehr als 99,5% der über 50-Jährigen trägt das Varizella-zoster-Virus in sich. Jeannine Cloppenburg von der GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG erläuterte, warum es so wichtig ist, sich vor einer Reaktivierung des Virus und damit vor dem Ausbruch einer Gürtelrose zu schützen und wie das gelingen kann.

Foto: GSK

Jeannine Cloppenburg

In Deutschland erkrankt etwa jeder Dritte einmal während seines Lebens an einer Gürtelrose, wobei schwere Krankheitsverläufe mit dem Alter zunehmen. Die Hauptkomplikation ist eine Post-Zoster-Neuralgie, von der etwa zehn bis 30% der Patienten betroffen sind. Zu den potenziellen Risikofaktoren für die Infektionskrankheit zählt vor allem das Alter. In jungen Jahren ist das Immunsystem meist in der Lage, das in den Ganglien schlummernde Varizella-zoster-­Virus in Schach zu halten. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt die natürliche Immunkompetenz hingegen ab (Immunoseneszenz). Damit steigt die Infektanfälligkeit und gleichzeitig das Erkrankungsrisiko für eine Gürtelrose. Ebenso können immunsupprimierende Medikamente oder Erkrankungen das Virus reaktivieren.

Die schwere Erkrankung lässt sich mit einer Impfung vermeiden. Dafür steht ein adjuvantierter Totimpfstoff zur Verfügung, der eine Wirksamkeit von über 90% bei allen Altersgruppen über 50 Jahre besitzt. Er wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) als Standardimpfung für Personen ab 60 Jahren sowie bei immunsupprimierten Personen und Patienten mit anderen schweren Grunderkrankungen ab 50 Jahren empfohlen – auch während der Corona-­Pandemie. Zurzeit ist auch wieder genügend Impfstoff vorhanden, wie Cloppenburg ­betonte. Der Kunde sollte darauf hingewiesen werden, dass es nach der Impfung zwei bis drei Tage lang häufig zu Lokalreaktionen (Schmerzen, Rötung, Schwellung) kommt. Auch sind systemische Reaktionen (Schüttelfrost, Fieber) möglich. |

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