Wirtschaft

Zur Rose: Personalwechsel

Hess löst Oberhänsli als CEO ab

ts | Der Mitgründer und langjährige Vorstandschef (CEO) Walter Oberhänsli der Zur Rose-Gruppe will auf der Generalversammlung am 28. April 2022 die Führungsposition an den derzeitigen Deutschlandchef und CEO der Zur Rose-Tochter DocMorris, Walter Hess, übergeben. Zeitgleich mit der Personalie gab das Unternehmen bekannt, dass der Umsatz 2021 niedriger als geplant ausfallen wird.

Mit Walter Hess, seit einem Jahr Head Germany und CEO von DocMorris, rückt im April 2022 voraussichtlich ein Manager an die Spitze von Zur Rose, der konsequent aufgebaut worden ist und in jüngerer Zeit auch in Gesprächen mit Analysten und bei Präsenta­tionen sichtbarer wurde. Wie Zur Rose am Donnerstag in einer Presseerklärung mitteilte, war Hess vor seinem Wechsel nach Deutschland sechs Jahre Head Switzerland und davor zwei Jahre Geschäftsführer der deutschen Tochter Zur Rose Pharma GmbH in Halle (Saale). Zuvor war er seit 2008 als Betriebswirt für die Zur Rose-Gruppe in Deutschland als externer Berater tätig. Die Ernennung des Nach­folgers von Hess solle zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Zeitgleich kommunizierte Zur Rose die Umsatzentwicklung für die ersten neun Monate 2021. Zwar legte der sogenannte Außenumsatz in einem „herausfordernden Marktumfeld“ gegenüber der Vorjahreszeit um 17,7 Prozent in Lokalwährung beziehungsweise um 19,7 Prozent in Schweizer Franken auf 1,48 Milliarden zu. In Deutschland steigerte die Zur Rose-Gruppe in den ersten neun Monaten den Außenumsatz um 24,9 Prozent in Lokalwährung.

Auf wenig Begeisterung stieß bei den Investoren allerdings die Tatsache, dass Zur Rose die pro­gnostizierte Umsatzsteigerung für das Gesamtjahr 2021 von bislang 19 bis 21 Prozent auf nun „über 15 Prozent“ reduzierte. Die weiteren kommunizierten wirtschaft­lichen Ziele beließ Zur Rose dagegen unverändert. So gehe man davon aus, dass die Online-Durchdringung von Rx-Arzneimitteln in Deutschland durch die verpflichtende Einführung des E-Rezepts in fünf Jahren ein Niveau von rund zehn Prozent erreichen könne. |

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