Aus den Ländern

Ein Jahr voller Ideen und Inspiration

Drittes Treffen der AVWL-Starters / Den Blick für den Sinn des Apothekerberufs wieder geschärft

Vor annähernd einem Jahr wurden die AVWL-Starters gegründet, das Netzwerk junger Inhaber im Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL). Zum Geburtstag gab es nun ein Wiedersehen mit Business-Coach Regina Först – und einen Vertiefungskurs in Sachen Menschlichkeit und Führung im Berufsleben.
Foto: Grunsky/AVWL

Die Initiatorinnen der AVWL-Starters (v. l.): Daniela Ruhmann, AVWL-Geschäftsstelle, Juliane Hermes, junge Apothekeninhaberin in Münster, Manuela Schier, AVWL-Vorstandsmitglied, und Hannah Beruda, AVWL-Geschäftsstelle.

Zurück auf Los – ist ein weiterer Schritt nach vorn. Jedenfalls bei den AVWL-Starters. Die Mitglieder des Netzwerks junger Inhaber im AVWL haben sich nun in einer Videokonferenz zum Wiedersehen getroffen, erneut mit Regina Först. Die Unternehmensberaterin und Expertin für Mitarbeiterführung war bereits vor einem Jahr beim Auftakttreffen der AVWL-Starters dabei (s. DAZ 2019, Nr. 38, S. 70). Jetzt hat sie angesichts der enormen Herausforderungen durch die aktuelle Berufspolitik und die Corona-Pandemie wieder mit den jungen Chefs über die Bedeutung der Sozialkompetenz für den Unternehmenserfolg gesprochen, als „eine Verstärkung dessen, was wir bereits im vergangenen Jahr mitgenommen haben“, so das Resümee von Manuela Schier, AVWL-Vorstandsmitglied und Mitinitiatorin der Starters. Verstärkung nicht nur durch Regina Först, sondern auch durch die eigenen Kollegen. Denn Ziel der Starters ist es, ein Netzwerk aufzubauen, eine Plattform für den Dialog unter Kollegen.

Die AVWL-Starters, 2019 ins Leben gerufen, möchten Apotheken­inhaberinnen und -inhaber in den ersten Jahren nach Gründung in der neuen Rolle als Unternehmer, Chef und Kaufmann unterstützen – mit innovativen Workshops und modernen Veranstaltungsformaten sowie einem Netzwerk zum Erfahrungsaustausch und zur Kommunikation. Zudem will der AVWL jungen Mitgliedern die Gelegenheit bieten, die Verbandsarbeit kennenzulernen und Möglichkeiten der Gestaltung von Berufspolitik und -zukunft zu entdecken.

Kein Konkurrenzdenken, sondern offene Gespräche

„Total inspirierend“ seien die Gespräche auch in dieser Videokonferenz gewesen, so Juliane Hermes. „Dieser Austausch hat mir seit Gründung der Starters im vergangenen Jahr viel Sicherheit gegeben, weil ich sehe, dass meine Fragen und Probleme nicht ungewöhnlich sind, sondern es anderen genauso geht wie mir“, so Hermes, die sich vor drei Jahren mit einer Apotheke in Münster selbstständig gemacht hat. „Es gibt kein Konkurrenzdenken, sondern sehr offene Gespräche darüber, was die Mitglieder des Netzwerks bewegt.“ Neben dieser Sicherheit hat sie in den vergangenen Monaten Inspiration und frische Ideen im Kollegen-Kreis gewonnen. Zum Beispiel die Anregung, Google-Bewertungen der Kunden auszudrucken und in die Team-Besprechung mitzunehmen. Mal als positive Motivation, mal als konstruktive Kritik.

Nicht ohne das Team

Verbundenheit, Gestaltungsfreiheit und Wertschätzung – so lauten Schlüsselbegriffe für junge Inhaber, um mit einem guten Team erfolgreich zu sein. Ohne eine gute Team-Atmosphäre könne man mit einer Apotheke, in der sich kranke Menschen wohlfühlen müssten, nicht erfolgreich sein. Sich das wieder bewusst zu machen, tue gut, so Manuela Schier, weil einem erneut klar werde: „Ein Chef schafft es nicht allein ohne sein Team. Das heißt aber zugleich, dass er nicht allein ist, sondern seine Mannschaft um sich hat, die ihn unterstützt.“ Ein Jahr AVWL-Starters und die Gespräche untereinander – ganz gleich ob persönlich oder in der Videokonferenz – haben ihr auch die Angst vor der Zukunft genommen: „Ich weiß jetzt: Wir schaffen es, egal welche Veränderungen es im Gesundheitssystem geben wird. Und es wird immer neue Herausforderungen geben, die wir meistern müssen – und können.“ Der kurze Abstand vom Alltag, schärfe wieder den Blick für das Wesentliche und den Sinn des Apothekerberufs, so die Apothekerin aus Minden. |

Pressemeldung des AVWL

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