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Corona-Pandemie: Das ändert sich im sozialen Bereich

Neue Beschlüsse der Regierungskoalition

Die Regierung hat sich darauf verständigt, im Zuge der SARS-CoV-2-Pandemie Bürger mit verschiedenen Maßnahmen zu entlasten. Inhaltlich geht es vor allem um Kurzarbeit, Kinderkrankentage, Unterstützung bei der Pflege und um eine Bildungsoffensive. Alle wichtigen Beschlüsse im Detail:

Kurzarbeitergeld

Um während der Corona-Krise Jobs zu sichern, wird die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld verlängert. Regulär sind es zwölf Monate; möglich werden künftig bis zu 24 Monate. Das Kurz­arbeitergeld kann nach aktuellem Stand höchstens bis 31. Dezember 2021 verlängert werden.

Angestellte erhalten normalerweise 60 Prozent des ausfallenden Nettolohns (Eltern: 67 Prozent). In der aktuellen Lage sind es für Beschäftigte, deren Arbeitszeit um mehr als die Hälfte verringert werden musste, vom vierten Monat an 70 Prozent (77 Prozent) und ab dem siebten Monat 80 Prozent (87 Prozent).

Alle Sozialversicherungsbeiträge sollen Unternehmen bis 30. Juni 2021 vollständig und ab 1. Juli bis 31. Dezember 2021 zur Hälfte erstattet werden. Führen Arbeitgeber während der Kurzarbeit Maßnahmen zur Qualifizierung ihrer Angestellten durch, erhalten sie in der letzten Periode auch 100 Prozent.

Kinderkrankentage

Foto: Tomsickova - stock.adobe.com

In Pandemiezeiten haben Eltern, die gesetzlich versichert sind, Anspruch auf mehr Kinderkrankentage. Zuvor waren es bei Kindern bis zwölf Jahren pro Kalenderjahr zehn Arbeitstage Freistellung bei Zahlung von Kinderkrankengeld durch die Krankenkasse (Alleinerziehende: bis zu 20 Tage). Pro Elternteil soll das Kinderkrankengeld nun um jeweils fünf Tage und für Alleinerziehende um zehn Tage verlängert werden.

Unterstützung für pflegende Angehörige

Angehörige können in diesem Jahr bis zu 20 Arbeitstage der Arbeit fernbleiben, um die Pflege ihrer Angehörigen zu organisieren oder eine Versorgung sicherzustellen; auch Pflegeunterstützungsgeld soll es im Jahr 2020 für bis zu 20 Arbeitstage geben.

Bildungspaket für Deutschland

Die Regierungskoalition hat sich ebenfalls darauf verständigt, 500 Millionen Euro aus EU-Mitteln in die Bildung zu investieren. Lehrer sollen digitale Endgeräte bekommen. Außerdem wollen Union und SPD eine bundesweit verfügbare Plattform für Schulen einrichten. Teil des Bildungspakets sind auch kostenlose Mittagessen für die Kinder ärmerer Menschen, falls Schulen oder Kitas coronabedingt schließen. |

mvdh

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