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Kassen erzielen Überschüsse

Corona-Krise machtʼs möglich

ks/eda | Nachdem die Kranken­kassen zuletzt wieder Defizite eingefahren hatten, haben sie das 1. Halbjahr 2020 mit einem Einnahmenüberschuss von rund 1,3 Milliarden Euro abgeschlossen. Ein klares Ausgabenplus gab es dagegen unter anderem bei Arzneimitteln.
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Das Bundesgesundheitsministerium hat die jüngsten Daten zur GKV-Finanzentwicklung veröffentlicht: Während die 105 Krankenkassen im ersten Quartal 2020 noch ein Defizit von 1,3 Milliarden Euro ausgewiesen haben, haben sie im ersten Halbjahr 2020 einen Einnahmenüberschuss in selber Höhe erzielt. Vor allem für zahnärztliche Leistungen, Krankenhausbehandlungen und Vorsorge- und Rehamaßnahmen gaben die Kassen weniger aus. Den Einnahmen der Krankenkassen in Höhe von 129,9 Milliarden Euro standen Ausgaben von rund 128,6 Milliarden Euro gegenüber. Die Finanzreserven der Krankenkassen stiegen bis Ende Juni auf rund 20,8 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Leistungen und Verwaltungskosten kletterten demgegenüber nur um 2,3 Prozent nach oben – und das bei um 0,3 Prozent gewachsenen Versichertenzahlen. Hohe zweistellige Zuwachsraten gab es bei den Krankengeldaus­gaben, die einen Anstieg von 14,2 Prozent verzeichneten. Bei Arzneimitteln stiegen die Ausgaben um 7,4 Prozent. Im ersten Quartal waren es durch die Verordnung von Großpackungen noch 11,5 Prozent gewesen. |

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