Apotheke und Markt

Update Eisenstoffwechsel

Bei oraler Supplementation gilt: weniger ist mehr!

In Europa stellt Eisenmangel einen der häufigsten ernährungsbedingten Mangelzustände dar [1]. Besonders betroffen sind Kinder, Frauen im gebärfähigen Alter und Schwangere, aber auch Vegetarier oder Veganer [1]. Eine Therapiemöglichkeit, an die Apotheker häufig zuerst denken, ist die tägliche Gabe von hoch dosiertem Eisen in fester Darreichungsform. Aktuelle wissenschaftliche Daten sprechen allerdings dafür, dass eine orale flüssige Eisentherapie in niedriger Dosierung für die Patienten Vorteile aufweist.
Foto: Salus

In einer Studie wurden Wirksamkeit und Sicherheit einer oralen Therapie mit Eisen(II)-Gluconat bei Schwangeren untersucht [2]. Verglichen wurde die 3 × tägliche Einnahme einer flüssigen Darreichungsform (Floradix® mit Eisen, 3 × 15 ml/d) mit der einmal täglichen Einnahme einer festen Darreichungsform (50 mg Eisen(II)-Ionen). Obwohl Probandinnen bei der flüssigen Darreichungsform eine geringere Eisen-Tagesdosis (36,8 mg Eisen(II)-Ionen) erhielten, erwies sie sich im Hinblick auf einen früheren und höheren Hämoglobin-Anstieg als wirksamer als die feste Darreichungsform.

Die Gabe von Eisen in Form von Eisen(II)-Gluconat ist allerdings immer von Vorteil. Dr. Katrin Bachmann (Apothekenleiterin der Schwanenapotheke in Hofheim) erklärt: „Die Eisen-Resorption erfolgt im Dünndarm. Allerdings ist die Eisenverwertung aus der Nahrung problematisch. Nur ein Bruchteil der mit der Nahrung zugeführten Eisen-Ionen wird überhaupt resorbiert. Der Einsatz von Eisen(II)-Gluconat ist sinnvoll, weil diese zweiwertige Form des Eisens einfach besser bioverfügbar ist. Sinnvoll ist auch die kombinierte Gabe dieses Eisensalzes mit Vitamin C, da letzteres bekanntermaßen die Eisen-Resorptionsquote deutlich erhöht.“

Foto: Salus

Apropos „Resorption“: In Fällen, in denen der erhöhte Eisenbedarf z. B. zusammen mit chonisch-entzündlichen Erkrankungen auftritt, wenn Eisenpräparate nicht vertragen oder wegen des Geschmacks abgelehnt werden, kann die Einnahme von Lactoferrin sinnvoll sein (Floradix® Lactoferrin 100 mg). Lactoferrin ist ein natürliches „Muttermilch-Protein“ und verbessert im Dünndarm die Aufnahme von Eisen, das über die Nahrung zugeführt wird. Lactoferrin kann auch mit einer oralen niedrig dosierten Eisensupplementation kombiniert werden, wenn der Eisen­bedarf besonders hoch ist.

Neues Dosierschema

Studienergebnisse sprechen ebenso wie die langjährigen Erfahrungen dafür, in der oralen Eisentherapie verstärkt flüssige Arzneimittel mit zweiwertigem Eisen einzusetzen.

Floradix® mit Eisen stellt ein verträg­liches und wirksames Arzneimittel bei erhöhtem Eisenbedarf dar. Dreimal täglich – also morgens, mittags und abends – 15 ml lautete die bisherige Dosierungsempfehlung. Doch gerade die mittägliche Einnahme ist für Berufstätige oft schwer einzuhalten und wird im Alltag leicht vergessen. Daher wurde für Floradix® mit Eisen nun zusätzlich eine einfachere, zweimal tägliche Dosierung zugelassen. Die ein­zunehmende Einzeldosis beträgt dann 22,5 ml, und die Einzeldosierung erhöht sich dabei von 12,3 auf 18,4 mg Eisen(II)-Ionen, wobei das Konzept der Niedrig-Eisen-Therapie erhalten bleibt.

Quelle

[1] Hercberg S et al.: Public Health Nutr 2001;4:537-545

[2] Hanusch CA et al.:Gyne 2017;38(5)

Salus Pharma GmbH, Bahnhofstr. 24, 83052 Bruckmühl, www.floradix.de

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