... auch DAZ noch

Zahl der Woche: 2 Prozent

yd | Rund 26.500 Schwangerschaftsabbrüche wurden im ersten Quartal 2020 in Deutschland gemeldet – zwei Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor.

Die Abnahme relativiert sich allerdings ein wenig, da Corona-bedingt nicht alle Daten zu Schwangerschaftsabbrüchen fristgerecht an Destatis geliefert wurden. Tatsächlich betrage der Rückgang der Schwangerschaftsabbrüche gegenüber dem Vorjahresquartal daher wohl nur gut ein Prozent, heißt es in der Mitteilung. 96 Prozent der Abtreibungen wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Die übrigen vier Prozent erfolgten nach Indikation. Die meisten Frauen (71%) waren im Alter zwischen 18 und 34 Jahren, 18 Prozent zwischen 35 und 39 Jahren. Rund acht Prozent der Frauen waren zum Zeitpunkt des Abbruchs 40 Jahre und älter, drei Prozent waren jünger als 18 Jahre. Knapp 41 Prozent der Frauen hatten zuvor noch kein Kind zur Welt gebracht. Die meisten Schwangerschaften wurden mit der Absaugmethode (55%) oder mit Mifegyne® (27%) abgebrochen.

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland seit dem Jahr 1996 nach der eingeschränkten Fristenregelung straffrei. Bis zur 12. Woche nach der Empfängnis ist ein Abbruch auf Wunsch der Frau, mit vorausgehender Beratung, zulässig. Bei einer medizinischen Indikation zur Abwendung einer körperlichen oder seelischen Gefahr für die Schwangere auch darüber hinaus. Ärzte, die einen Abbruch durchführen, müssen dies melden. Die Zahl der gemeldeten Abbrüche ist dabei in Deutschland mit leichten Schwankungen seit Jahren rückläufig. Betrachtet man die Tendenz im Quartals-Takt, so ist das erste Quartal stets das mit den meisten Schwangerschaftsabbrüchen und das vierte das mit den wenigsten.

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