DAZ aktuell

Nordrheins Sonderweg

Delegiertenversammlung soll nächste Woche als Präsenzveranstaltung stattfinden

eda/yd | Während viele Präsenz­veranstaltungen der Apotheker aufgrund der Corona-Krise derzeit entfallen oder verschoben werden, entscheidet sich die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) für einen Sonderweg: Die Delegiertenversammlung nächsten Mittwoch soll, trotz aller Hürden und Auflagen, nicht virtuell, sondern persönlich stattfinden. AKNR-Präsident Dr. Armin Hoffmann erklärt vorab, warum er sich „zu einer verantwortungsvollen Normalität“ verpflichtet fühlt.
Foto: AKNR

Im Kölner Gürzenich wird die nächste Delegiertenversammlung der AKNR am 17. Juni mit rund 120 Teilnehmern stattfinden.

Am 17. Juni 2020 wird das Treffen der Delegierten des Kammerbereichs Nordrhein im Kölner Gürzenich stattfinden. Die Festhalle im Zentrum der Altstadt soll, so ein Kammersprecher, den meisten Mitgliedern durch große Fortbildungsveranstaltungen in der Vergangenheit bereits bekannt sein. Zudem habe die Lokalität seit mehreren Wochen Veranstaltungen vergleichbarer Größe betreut. So seien die Organisatoren vor Ort bereits auf die Durchführung von Events unter Pandemie-Bedingungen eingestellt. Verantwortungsvoll, da ist sich die AKNR sicher, werden sich auch die Apothekerinnen und Apotheker zeigen, die von Anfang an Sicherheitskonzepte für den eigenen beruflichen Alltag erarbeitet und umgesetzt haben.

Foto: Alois Müller – info@amfotos.com

Dr. Armin ­Hoffmann, seit September 2019 Präsident der AKNR

„Das Einhalten des Sicherheitsabstands zu Mitmenschen ist eines der Kernelemente unseres Schutz- und Hygiene-Konzeptes“, erklärt Kammerpräsident Dr. Armin Hoffmann, „sowohl bei der Akkreditierung im Eingangsbereich als auch im Veranstaltungsraum selbst wird es mehr als genug Platz geben“. Während aktuell die meisten Kammerveranstaltungen, wie Fortbildungen oder Delegierten­versammlungen, als Web-Konferenzen stattfinden oder ganz ausfallen (wie der diesjährige Deutsche Apothekertag in München), ist die Kammer Nordrhein der festen Überzeugung, dass auf den Nutzen einer Präsenzveranstaltung nicht verzichtet werden darf. Online bestünden einfach nicht ausreichend Möglichkeiten für eine ausführliche und erfolgreiche Kommunikation. „Die Interak­tion mit den Delegierten, der berufs­politische Austausch und die Stärkung des kollegialen Zusammenhaltes – all das ist über das Internet und vor allem in dieser Größenordnung kaum oder nur sehr schwer möglich“, so Dr. ­Armin Hoffmann.

In Nordrhein ist man der Ansicht, dass es in der aktuellen Ausnahme­situation keinen Musterweg gibt: Unter Einhaltung der vorgeschriebenen und auch notwendigen Schutzmaßnahmen, müsse sich vielmehr langsam wieder in die Normalität vorgetastet werden und gerade Apothekerinnen und Apotheker seien besonders sensibilisiert für ein umsichtiges Vorgehen in der gesundheitsgefährdenden Situation.

Die Entscheidung für diesen Sonderweg unter den Kammern und Verbänden, sieht die AKNR Ganz im Sinne der von der NRW-Landesregierung formulierten Rückkehr zur „verantwortungsvollen Normalität“. „Diesen Prozess wollen wir aktiv mitgestalten und zeigen, dass auch Treffen größerer Gruppen mit einem guten Konzept realisierbar sind“, bekräftigt Hoffmann. Mit etwa 120 Delegierten wird am nächsten Mittwoch gerechnet, dazu kommen Vertreter des Apothekerverbandes und der Fachpresse. |

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