Gesundheitspolitik

FDP für PoC-Tests in der Apotheke

Kapazitäten vergrößern

ks | Die Frage, ob auch in Deutschland Apotheken künftig Corona-Schnelltests, sogenannte Point-of-Care-Tests (PoC), durchführen dürfen, wird derzeit heiß diskutiert. Die FDP-Bundestagsabgeordnete Katrin Helling-Plahr will möglichst rasch für die passenden Rahmenbedingungen sorgen.

„Vor dem Hintergrund einer möglichen Überlastung der Hausärzte, die das Gros der Testungen in ihren Praxen durchführen und dadurch Essenzielles für die Bekämpfung von SARS-CoV-2 leisten, muss darüber diskutiert werden, wie die Kapazitäten für Corona-Schnelltests vergrößert werden können“, erklärt Helling-Plahr auf Anfrage der AZ. Es sei angesichts der aktuell steigenden Infektionszahlen nicht unwahrscheinlich, dass diese Kapazitäten in den kommenden Wochen und Monaten dringend gebraucht würden.

Foto: © DBT/Stella von Saldern

Katrin Helling-Plahr (FDP) will einen bundeseinheitlichen Rahmen für PoC-Tests in Apotheken.

Schulung muss sein

Die Arbeitsgruppe Gesundheit der FDP-Fraktion sei daher zu dem Entschluss gekommen, dass die Aufhebung des Verbots zur Durchführung von Corona-Schnelltests durch Apotheker zur immensen Entlastung beitragen könne. Allerdings betont Helling-Plahr, dass es zuvor eine Schulung für die Pharmazeuten geben müsse. „Eine Abgabe an Verbraucher zur Selbstdurchführung stellt nicht sicher, dass eine fachgerechte Anwendung letztendlich erfolgt.“

Die FDP-Bundestagsabgeordnete sieht die Politik gefordert: Sie müsse vorausschauend agieren und zügig die notwendigen Rahmenbedingungen sowie Durchführungskonzepte gemeinsam mit den Apothekern schaffen. Dass dann jedes Bundesland nochmals einen eigenen Blick auf die Dinge hat, lehnt sie ab: Die Rahmenbedingungen und Konzepte müssten bundesweit Anwendung finden. |

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