Gesundheitspolitik

Wie schützen sich die Kollegen?

cha | Ob Plexiglas oder Abstandhalter – die Apotheker sind kreativ beim Schutz vor COVID-19. Eine Umfrage auf DAZ.online zeigt, was alles getan wird.

Mehr als 4500 Teilnehmer konnte die Umfrage von DAZ.online bei Redaktionsschluss dieser AZ bereits verzeichnen. Da kaum anzunehmen ist, dass Apotheken mehrfach mitmachen, wäre dies ein knappes Viertel aller Betriebe.

Räumlicher Abstand

Am häufigsten – von knapp 600 Teilnehmern – wird angegeben, dass für räumlichen Abstand bzw. eine veränderte Besetzung der Kassen gesorgt wird. Knapp 300 Teilnehmer bringen dazu Markierungen am Boden an und 122 haben den Verkaufstisch verbreitert.

Ebenfalls knapp 600 Befragte geben an, dass sie sich mit Barrieren wie Plexiglasscheiben schützen. Immerhin 61 Teilnehmer bedienen durch die Notdienstklappe. Und das, obwohl davon wegen des engen Kontakts zum Kunden eigentlich abgeraten wird.

Zur Information ihrer Kunden haben 471 Teilnehmer ein Aufklärungsposter am Eingang angebracht. Ebenfalls am Eingang haben knapp 300 Apotheken einen Spender mit Desinfektionsmittel platziert. Um die Zahl der direkten Kundenkontakte zu verringern, setzen 185 Befragte auf verstärkte telefonische Beratung und Belieferung über den Botendienst. Nur 28 Apotheken bieten die Möglichkeit, eine Wartenummer zu ziehen.

Als Reaktion auf die vergrößerte Nachfrage nach Arzneimitteln haben 458 Apotheken ihr Warenlager aufgestockt. Andererseits gibt es aber auch Einschränkungen für die Kunden. So führen 333 Apotheken keine Blutdruck- oder Blutzuckermessungen mehr durch und 331 beschränken die Abgabe von Desinfektionsmitteln und Mundschutz auf einzelne pro Person.

In immerhin 174 Apotheken wird mit Mundschutz gearbeitet, in 70 werden sogar Einmalkittel getragen. Auch beim Personal­einsatz ziehen einige Apotheken Konsequenzen aus der erhöhten Ansteckungsgefahr: In gut 100 Betrieben werden so wenige Mitarbeiter wie möglich pro Schicht eingesetzt, etwa ebenso viele arbeiten mit zwei komplett getrennten Schichten, die sich nicht begegnen.

Homeoffice und Organisation von Kinderbetreuung

Obwohl ein Homeoffice angesichts der meist vor Ort anfallenden Arbeiten in der Apotheke kaum machbar erscheint, wird diese Möglichkeit dennoch von 51 Teilnehmern genutzt. Ein großes Problem dürfte für viele Apothekenmitarbeiter die Schließung von Schulen und Kindergärten sein. Abhilfe wollen hier 87 Befragte schaffen, indem sie für ihre Mitarbeiter die Kinderbetreuung organisieren. |

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