DAZ aktuell

Einheitliche Margen gefordert

Blick in die Schweiz

hb/ral | Der Schweizer Apothekerverband PharmaSuisse will ein einheitliches Apothekenhonorar in der Schweiz erreichen. Derzeit setzt es sich aus einer degressiv gestaffelten Marge und einer Fixmarge zusammen und schafft Anreize, teure Arzneimittel zu verkaufen.
Foto: moonrun – stock.adobe.com

Gemeinsam mit dem Krankenkassenverband Curafutura hat pharmaSuisse ein Modell zur Anpassung der Apo­thekenmargen vorgeschlagen, das negative Anreize bei der Abgabe und beim Verkauf von Medikamenten vermindern und die Abgabe preiswerter Generika fördern soll.

Anstelle der bisherigen degressiven Spanne für den Fixzuschlag je Packung für verschreibungspflichtige Arzneimittel bringen sie einen Fixzuschlag von einheitlich 14,85 Franken ins Spiel. Dieser soll die Personalkosten für Logistik und patientenbezogene Leistungen sowie die Leistungen der Großhändler abdecken. Die Personalkosten für patientenbezogene Leistungen sollen mit der anstehenden Revision des Betreuungstarifs der Apotheken (Leistungsorientierte Abgeltung) entschädigt werden und dann nicht mehr im Vertriebsanteil abge­bildet sein. Entsprechend würde der Fixzuschlag sinken.

Außerdem wird vorgeschlagen, den flexiblen Teil der Vertriebsmarge für verschreibungspflichtige Arzneimittel auf 3 Prozent des Fabrikabgabepreises zu senken. Der Zuschlag je Packung soll zusammen maximal 300,00 Schweizer Franken betragen. |

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