... auch DAZ noch

Zahl der Woche: 21 Prozent

kkh/ral |  Wenn das Kind krank ist, bleibt Mama daheim und Papa geht weiter arbeiten. Diese Aufteilung wurde noch bis vor gut zehn Jahren kaum infrage gestellt. Mittlerweile zeigt sich ein emanzipierteres Bild, auch wenn wir von 50 : 50 noch deutlich entfernt sind. Auswertungen von Kundendaten der Kauf­männischen Krankenkasse (KKH) haben ergeben, dass mittlerweile 21 Prozent der Antragsteller für Kinderkrankengeld männlich sind.

Immer mehr Väter nehmen sich also inzwischen für die Betreuung ihrer kranken Kinder frei. 2008 lag der Anteil der männlichen Antragsteller bundesweit noch bei zwölf Prozent. Bei den Müttern ist die Quote in den letzten zehn Jahren entsprechend gesunken, von 88 auf 79 Prozent.

Die Auswertung der KKH zeigt jedoch auch regionale Unterschiede. Väter in nördlichen und östlichen Bundesländern kümmern sich danach häufiger um ihre kranken Kinder als solche im Süden und im Westen. Spitzenreiter im Kümmern sind mit 24 Prozent die Väter in Hamburg, dicht gefolgt von denen in Thüringen, Niedersachsen und Brandenburg (jeweils 23%). Auf dem letzten Platz sind dagegen mit 16 Prozent die Väter aus dem Saarland gelandet – wobei die in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen nicht viel besser abgeschnitten haben. Ihre Kümmer-Quote lag bei nur 17 bis 18 Prozent.

Rechtlich gilt: Wenn ein Kind krank ist, können sich berufstätige Eltern bis zu zehn Tage – alleinstehende Mütter und Väter jeweils bis zu 20 Tage – unentgeltlich von der Arbeit befreien lassen. Dafür erhalten sie von den Krankenkassen Kinderkrankengeld, sofern das Kind unter zwölf Jahre alt ist und der Arzt eine Erkrankung sowie die notwendige Betreuung bescheinigt. 

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