DAZ aktuell

Arzt-Signatur ist ein Problem

E-Rezept-Fachkonferenz, Nr. 3

bro/ral | Sebastian John, KBV, wies auf der E-Rezept-Fachkonferenz des BAH darauf hin, dass die elektro­nische Signatur des E-Rezeptes aus Ärztesicht verbessert werden müsse. Überhaupt: So richtig sehen die Ärzte noch keinen Mehrwert im E-Rezept.
Foto: Pietschmann/BAH

Rein technisch gesehen haben die meisten Arztpraxen in Deutschland inzwischen den größten Schritt zum E-Rezept bewältigt. Probleme gibt es aber nach wie vor. Sebastian John, Leiter des Bereichs Sicherstellung bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), betonte bei der E-Rezept-Fachkonferenz vergangene Woche, dass die digitale Verordnung für Patienten zwar ein Gewinn sei, was die Ärzteschaft betrifft, müsse man hier aber „ein Fragezeichen setzen“. Die größte Sorge der KBV dreht sich um die „Qualifizierte elektronische Signatur“, mit der Mediziner die Verordnungen unterzeichnen müssen. Zum derzeitigen Stand müsse sich der Arzt für jede Signatur mit einer sechsstelligen PIN-Nummer neu ins System einloggen und jede Verordnung einzeln unterzeichnen. Das koste bis zu 20 Sekunden pro Vorgang, erklärte John. Wirklich entspannen könne sich die Lage nur mit einer „Komfortsignatur“, bei der sich der Arzt einmal einlogge und die elektronische Signatur ohne erneute PIN-Eingabe für die nächsten 250 Rezepte möglich sei. Wann eine solche Komfortsignatur möglich wird, ist derzeit jedoch völlig unklar. |

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