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Rezeptur zu, Apotheke offen

Nach Todesfällen in Köln

ks/ral | Die Rezeptur bleibt vorerst zu, doch die Heilig Geist Apotheke in Köln, die kürzlich wegen einer ­toxisch verunreinigten Glucose-­Mischung in die Schlagzeilen ge­raten war, ist wieder geöffnet. Gleiches gilt für zwei zum Filialverbund gehörende Apotheken.
Foto: dpa

Ende September ging die Meldung vom Tod einer 28-jährigen Frau und ihres per Notkaiserschnitt geborenen Kindes durch die Medien. Sie starben, nachdem die Schwangere in einer Arztpraxis einen Test auf Schwangerschafts­diabetes gemacht hatte. Grund war eine toxisch verunreinigte Glucose-­Mischung, die aus der Heilig Geist ­Apotheke in Köln stammte. Mittler­weile ist bekannt: Todesursächlich war eine Verunreinigung mit Lidocainhydrochlorid. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Versehen aus und ermittelt nun gegen zwei Mitarbeiter der Heilig Geist Apotheke wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung.

Wenige Tage nach dem Todesfall hatten das NRW-Gesundheitsministerium und die Bezirksregierung Köln die sofortige Schließung nicht nur der Heilig Geist Apotheke angeordnet, sondern auch der anderen beiden Apotheken, die zum Filialverbund gehören. Am 11. Oktober haben das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS), die ­Bezirksregierung Köln und die Stadt Köln gemeinsam entschieden, dass die Apotheken wieder öffnen dürfen. Hintergrund der Entscheidung seien die neuen Ermittlungsergebnisse. |

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